107 Jobs von Insolvenz betroffen

Der Kreditversicherer Acredia rechnet im laufenden Jahr mit Dominoeffekten und einer Pleitewelle.

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
06/18/2020

Insolventer Wäschekonzern Huber Holding auf Sanierungskurs

Heute wurde die erste Gläubigerversammlung abgehalten, Gespräche mit finanzierenden Banken werden entscheidend sein.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

"Die Erfüllbarkeit der Entschuldungsvorschläge wird zum einen von den Gesprächen mit den Banken abhängig sein sowie der Durchführung von geplanten Restrukturierungsmaßnahmen, wie z.B. Personalabbau und Schließung von Huber-Shop-Filialen", heißt es vom KSV1870. "Die Sanierungsplanvorschläge sehen jeweils eine Quote von 30 Prozent zahlbar binnen zwei Jahren vor." Für die Quote muss die Huber Holding zumindest rund drei Millionen Euro aufbringen.

Heute, Donnerstag, wurde die erste Gläubigerversammlung bei der Huber Holding abgehalten. Wie berichtet sind neben der Holding auch die Hubert Tricot, die Huber-Shop und die Arula in die Insolvenz geschlittert.

"Die Huber-Shop GmbH betreibt als Multibrander für hochwertige Unterwäsche und einer der größten österreichischen Wäschefilialisten österreichweit 63 Filialen. Allein die Huber-Shop GmbH beschäftigt 272 Mitarbeiter", heißt es weiter. "Welche Filialen geschlossen werden müssen, kann erst nach den Verhandlungsgesprächen mit den jeweiligen Vermietern der Filialen gesagt werden. Die weiteren notwendigen Maßnahmen, Erörterungen mit den beteiligenden Banken sowie weitere Prüfungen der Sanierungskonzepte werden fortlaufend geführt und umgesetzt."

Der Schuldenberg

Die Huber Holding hat rund 48 Millionen Euro (Buchwert) Verbindlichkeiten und davon 37,037 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Huber-Gruppe rund 18 Millionen Euro Verbindlichkeiten bei Banken, davon entfallen 15,1 Millionen Euro auf Banken, mit denen eine Rahmenverainbarung abgeschlossen worden ist. Alleine 8,84 Millionen Euro entfallen auf die Huber Holding. Sie hat die Marken Skiny und Kiddy an die Konsortialbanken verpfändet und weitere Sicherheiten gestellt und Haftungen übernommen.

Dazu muss man auch wissen, dass die Huber Holding Anteile an verbundenen Unternehmen mit 31 Millionen Euro Buchwert in der Bilanz hat und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit 24,891 Millionen Euro. Im Liquidationsfall sind die Wertansätze nichts mehr wert.

Nächste Ergebnisse zu den Unternehmensfortführungen und Detailinformationen zu den Verbindlichkeiten erfährt der KSV1870 in der allgemeinen Prüfungstagsatzung am 06. August 2020.

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