© Kurier / Gerhard Deutsch

Wirtschaft
09/17/2020

Inflation sank im August auf 1,4 Prozent

Autofahren wurde wegen des billigen Treibstoffs günstiger, Wohnen wurde dagegen teurer.

Die Inflation in Österreich ist im August auf 1,4 Prozent gesunken. Im Juli war die Teuerungsrate noch bei 1,7 Prozent gelegen. Vor allem Kleidung wurde wegen des Sommerschlussverkaufs deutlich günstiger verkauft. Auch die Kosten fürs Autofahren sanken, die Treibstoffe verbilligten sich um 14 Prozent gegenüber dem August 2019, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit.

Preistreiber

Hauptpreistreiber waren einmal mehr die Kosten fürs Wohnen. Die Preise für Wohnung, Wasser, Energie stiegen im Jahresabstand durchschnittlich um 2,3 Prozent. Mieten stiegen um 4,6 Prozent, die Strompreise um 5,4 Prozent. Die Wirtshausrechnung wurde trotz der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie im Schnitt um 3,7 Prozent teurer.

Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie war die Inflation in Österreich wegen des Ölpreisrutschs im Mai auf 0,7 Prozent abgesackt, im Juni dann aber wieder auf 1,1 Prozent gestiegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum eine Inflation von knapp zwei Prozent an. Die für Eurozonen-Vergleiche ermittelte Harmonisierte Inflationsrate (HVPI) betrug ebenfalls 1,4 Prozent.

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