Inflation im Euro-Raum schwächt sich ab

Inflation im Euro-Raum schwächt sich ab
Für die Europäische Zentralbank (EZB) ist das noch kein Grund zur Entwarnung.

Die Inflation in Österreich ist zu Jahresbeginn wieder gestiegen. Die Inflationsrate lag im Jänner bei 11,2 Prozent, wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Wert in der aktuellen Teuerungswelle, nach 11,0 Prozent im Oktober 2022. Grund dafür sei der Preisschub bei der Haushaltsenergie, der ohne die seit Dezember wirksame Strompreisbremse aber noch stärker ausgefallen wäre.
Zuletzt hatte sich der Preisauftrieb leicht abgedämpft und lag im Dezember 2022 bei 10,2 Prozent. Österreich erlebt gerade die höchste Inflation seit Jahrzehnten. Damals, im Juli 1952, lag die Teuerungsrate bei 14,1 Prozent.

Indes hat der nachlassende Preisauftrieb bei Energie die Inflation im Euroraum zu Jahresbeginn deutlich sinken lassen. Die Verbraucherpreise nahmen im Januar binnen Jahresfrist um 8,6 Prozent zu, wie das
Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Die erste Schätzung hatte sogar noch einen Tick niedriger bei 8,5 Prozent gelegen. Noch im Dezember hatte die Inflation 9,2 Prozent
betragen, im November 10,1 Prozent.

Auch wenn das für die Europäische Zentralbank (EZB) noch kein Grund zur Entwarnung ist, dürften die Daten die Währungshüter erfreuen. Sie hatten im Kampf gegen die Inflation im vergangenen Jahr die Zinswende eingeleitet und seitdem die Schlüsselsätze bereits fünf Mal angehoben.Für die nächste Zinssitzung am 16. März hat EZB-Präsidentin.

Christine Lagarde bereits einen weiteren Zinsschritt in Höhe von 0,50 Prozentpunkten in Aussicht gestellt. Denn das mittelfristige Inflationsziel der Notenbank von zwei Prozent liegt immer noch weit entfernt. Der an den Finanzmärkten maßgebliche Einlagenzins, den Geldhäuser für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank erhalten, liegt inzwischen bei 2,5 Prozent.Die Energiepreise schoben die Teuerungsrate zwar auch im Januar kräftig an.

Aber der Preisanstieg fiel nicht mehr ganz so kräftig aus wie noch zuletzt. Binnen Jahresfrist verteuerte sich Energie um 18,9 Prozent nach 25,5 Prozent im Dezember. Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak nahmen um 14,1 Prozent zu, im Dezember waren es noch 13,8 Prozent gewesen. Die Preise für Industriegüter ohne Energie zogen im Januar um 6,7 Prozent an nach 6,4 Prozent im Dezember. Dienstleistungen kosteten im Januar wie zuvor im Dezember 4,4 Prozent mehr.

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