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Wirtschaft Immobiz
10/10/2019

Herbstliches Gemüsebeet

Der Gemüsegarten hat auch jetzt noch Saison. Welche Sorten in der kalten Jahreszeit wachsen und wie Gemüse gelagert wird.

von Andrea Hlinka

Manche mögen sich, während der täglich obligatorischen Gießorgie an den heißen Sommertagen, nach der kühleren Jahreszeit gesehnt haben. Nun, es ist soweit: Der Gartenschlauch kann langsam aufgerollt werden. Jetzt wollen Gummistiefel und Wollweste ihren Dienst antreten, denn im Gemüsebeet kann auch in den nächsten Wochen genug getan werden:

1. Anpflanzen

Für Knoblauch ist nun die Zeit gekommen, Wurzeln zu schlagen. Dafür die einzelnen Knoblauchzehen an einem sonnigen Standort mit der Spitze nach oben etwa fünf Zentimeter tief in Erde setzen. Gern mag er Gesellschaft, bevorzugt jene von Erdbeerpflanzen und Überwinterungssalaten. Geerntet werden kann Knoblauch erst im Folgejahr. Auch manche Spinatsorten können noch gut im späten Herbst gesetzt werden, will man ihn im Frühjahr ernten. Wird es frostig, müssen die Jungpflanzen jedoch abgedeckt werden. Spinat ist ein wunderbarer Lückenfüller für anderes Gemüse, das im Frühling gesetzt wird, etwa für Bohnen.

2. Ernten

Die letzten Tomaten, Paprika und Chilis können nun geerntet werden und dürfen im Haus, wenn nötig, noch ein wenig nachreifen. Salate, Radieschen, Wurzelgemüse und im Sommer gesetzter Spinat sind ebenso zur Ernte bereit. Endivien und Zichoriesalate, wie Radicchio, vertragen sogar Minustemperaturen und können noch recht lange im Beet bleiben.

3. Überwintern

Bevor das Gemüsebeet winterfest gemacht wird, sollten abgestorbene Pflanzen und Beikräuter gepflückt und kompostiert werden. Eben dieses Material kann dann auch gleich weiterverwendet werden: Denn der Boden im Beet sollte im Winter mit einer Mullschicht vor Austrocknung, starkem Regen und Windererosionen geschützt werden. Dafür kann alles verwendet werden, was im Garten bei den Herbstarbeiten so anfällt: Die oben erwähnten Gemüsereste, nicht blühende Beikräuter, wie die Brennnessel, Grasschnitt vom Rasenmähen oder Laub von Obstbäumen oder anderen nicht-gerbsäurehaltigen Laubbäumen.

4. Lagern

Frosthartes Gemüse, das erst mitten im Winter geerntet wird, etwa Topinambur, Pastinake, Winterportulak oder Haferwurzeln, wird im November mit Stroh und Vlies abgedeckt. Geerntet werden wollen diese Gemüsesorten am liebsten an frostfreien Tagen. Eingelagert wird geerntetes Gemüse am besten ungewaschen im kühlen Keller, wo es in Sand eingeschlagen wird. Nicht vergessen: Der Herbst ist die beste Jahreszeit, um Hoch- und Hügelbeete mit Kompost und Gartenabfällen zu befüllen. Das hat einen simplen Grund: Der Verrottungsprozess kann dann über die Wintermonate stattfinden und das Hochbeet muss im Frühling dann nur mehr mit frischer Erde aufgefüllt werden.

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