Holzbau-Staatspreis: Rathaus und Schule als „Wahrzeichen“ geehrt
Innenaufnahme der TU Bau und Design in Innsbruck. Viel Holz und Glas zeichnen das Gebäude aus.
Der Österreichische Staatspreis Holzbau, zum ersten Mal vergeben, zeichnet Gebäude aus Holz aus, die auf vorbildhafte Weise hohe architektonische und raumplanerische Ansprüche mit dem Einsatz von Holz verbinden. Der Preis wurde vom BMLUK in Kooperation mit proHolz Austria vergeben. Gefördert wird er aus Mitteln des österreichischen Waldfonds.
Drei Preisträger wurden ausgezeichnet, zwei Anerkennungen ausgesprochen. Das neue Rathaus Hohenems ist laut Jury ein „identitätsstiftendes Wahrzeichen aus Holz für die Stadt“.
Rathaus Hohenems
Weil es langlebig und reversibel konstruiert wurde, ermöglicht es eine flexible Grundrissgestaltung für spätere Nutzungsänderungen. Im Inneren sorgen Deckendurchbrüche für visuelle und räumliche Durchlässigkeit zwischen den Ebenen, die Holzkonstruktion bleibt klar ablesbar.
HTL Bau und Design in Innsbruck
Die HTL bau und Design Innsbruck ist ein Schulbau aus den 1970er-Jahren, der mit einem eingeschoßigen Holzhybridbau aufgestockt wurde, um sieben zusätzliche Klassen und Flächen für offenes Lernen zu schaffen.
Von außen hebt sich der Aufbau durch ein umlaufendes Fensterband und die dunkle Trapezblechfassade vom Bestand ab. Eine Attika aus Beton erlaubt in Kombination mit der fast stützenfreien Dachkonstruktion eine freie Grundrissgestaltung.
Erweiterung der Windkraftanlage Simonsfeld
Die Erweiterung der Windkraftanlage Simonsfeld überzeugt durch ihren Umgang mit dem Bestand und durch die Kombination von Holz- und Lehmbau. Der Holzskelettbau mit Holzriegelwänden und Brettsperrholzdecken dockt u-förmig an zwei Stellen an den Bestand an und schafft so einen Innenhof.
Schule in Hittisau
Die Schule in Hittisau erhielt eine Anerkennung, weil ihr hölzernes Tragwerk wegweisend und innovativ ist. Dank dieses weitspannenden Tragwerks konnten zwei Turnhallen und die Aula übereinander angeordnet werden.
Auch eine Anerkennung wurden ausgesprochen: Sie ging an das neue Kinderhaus des gemeinnützigen Vereins Ronald McDonald wurde als Holzhybridbau errichtet. In den 16 Wohnungen können Familien mit kranken Kindern temporär wohnen.
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