Rezept gegen den Leerstand: Zum Austauschsemester aufs Land

Zum Austauschsemester aufs Land: Diese Lösung hat sich ein Verein für Orte einfallen lassen, die von Abwanderung und Leerstand geprägt sind.
Studentin fährt aufs Land

Viele Dörfer am Land sind von Abwanderung gekennzeichnet. Gebäude stehen im Stadtzentrum leer, während am Stadtrand gebaut wird. Eine Trendumkehr ist oft schwierig. Initiativen wie das Rurasmusprogramm von dem Forschungsinstitut zur Förderung neuer Perspektiven für das rurale Europa versuchen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Das Rurasmus-Programm (setzt sich aus den Begriffen „rural“ und „Erasmus“ zusammen) bringt Studierende für ein Semester in ländliche Regionen mit viel Leerstand. Studierende werden für ein Austauschsemester in die Provinz vermittelt. Sie leben und studieren hier in Abstimmung mit ihrer Uni, arbeiten mit Gemeindevertretern an Projekten zusammen und sollen für frischen Wind sorgen.

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Verwaiste Ortskerne 

Im oberösterreichischen Vöcklabruck zogen Verantwortliche beim ersten Rurasmus-Kongress kürzlich Bilanz und forderten Wertschätzung für den Bestand, der keine Altlast, sondern wertvolle Ressource ist. So ist es im oberösterreichischen St. Konrad schwer, leistbaren Wohnraum zu finden. Vor Ort wird an Lösungen gearbeitet.

Im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Bad Ischl - Salzkammergut 2024 befassten sich Studierende mit Leerständen trotz Wohnungsknappheit, mit generationenübergreifende Wohnmodellen, mit der Belebung von Ortskernen. Der Verein Rurasmus begleitet seit 2022 Studierende aus ganz Europa bei ihrem Semester am Land. Für die Umsetzung werden Spenden gesammelt.

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