Trotz Hürden: Viele Österreicher investieren in Eigenheim

Eine aktuelle Studie schürt Optimismus in der Hausbaubranche: Jeder dritte Österreicher plant in den nächsten fünf Jahren Sanierung, Umbau oder Neubau.
Exterior of a single family house under construction

Stimmungsaufschwung in der heimischen Hausbaubranche: Rund ein Drittel der Österreicher plant in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Neubau, Umbau oder Sanierung. Das zeigt eine Marketagent-Studie im Auftrag des deutschen Dachkeramikherstellers Erlus, die vor Kurzem im Südturm des Wiener Stephansdoms beim „Hausbau Tag 2026“ präsentiert wurde. Prokurist Guido Hörer erklärt: „Nach einer längeren Phase der Zurückhaltung investieren die Menschen jetzt wieder. Allein bis 2030 wollen knapp 1,4 Millionen Menschen eine bestehende Immobilie sanieren oder renovieren.“

Die höchsten Kauf-, Bau- bzw. Sanierungsabsichten haben Personen unter 30 Jahren. Mehr als 710.000 Personen in dieser Altersgruppe planen in naher Zukunft ein solches Vorhaben (43,7 Prozent). Sanierungen selbst sind vor allem im Alter zwischen 40 und 59 Jahren ein Thema (24,5 Prozent). Rund 235.000 Personen planen, ein Haus zu bauen, vor allem die Gruppe der unter 40-Jährigen.

Am Dach des Stephansdoms: Josef Haas, Andreas Wilhelm, Christian Wimberger, Guido Hörer  und Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer.

Bei der Tagung im Stephansdom zum Thema Hausbau und Sanierung: Josef Haas (Elk Kampa Group), Andreas Wilhelm (Erlus AG), Christian Wimberger (Wimberger Gruppe), Guido Hörer (Erlus AG) und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
 

Regionale Unterschiede

Der Blick in die Bundesländer zeigt regionale Unterschiede. Die Tiroler und Vorarlberger belegen Platz eins, wenn es um Bau- und Wohninvestments in den nächsten Jahren geht (44 Prozent), gefolgt von den Kärntnern (38,2 Prozent) und den Wienern (33,8 Prozent).

Auch wenn die Bereitschaft in Investments rund um Bauen und Wohnen gegeben ist, zeigt die Studie dennoch die großen Herausforderungen: Hohe Baukosten und schwierige Finanzierungsbedingungen bremsen nach wie vor. „Die Branche befindet sich aktuell in einer Phase der Neuorientierung. Der Neubau erlebt ein Revival seit dem zweiten Halbjahr 2025, aber vor allem zieht das Geschäft rund ums Sanieren, Umbauen und Aufstocken aus verschiedenen Gründen deutlich an. Vorrangig ist das meist überschaubarere Investitionsvolumen bei der Wohnraumerneuerung oder -erweiterung“, so Christian Wimberger, Geschäftsführer der Wimberger Gruppe. 
Diese Expertenmeinung zeigt sich auch in den Studienergebnissen: Knapp ein Fünftel der Österreicher halten die schwierigen Finanzierungsbedingungen von der Realisierung eines Kauf-, Bau- bzw. Sanierungsvorhabens ab.

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