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Mini-Balkon in Wien: Mit diesem System wird er zur Oase

In der Stadt ist Freiraum eine kostbare Ressource. Ein Wiener Unternehmen zeigt, wie der Mini-Balkon zum naturnahen, vollwertigen Wohnraum wird.
Ein hübscher Innenhof, der zum "Garten" umgestaltet wurde.

Alles begann auf unseren eigenen Balkonen“, erzählen Michael Strahberger und Alexander Rainisch. Was als persönliches Experiment startete, wurde schnell zur Geschäftsidee: Die Gründer von „oben draussen“ entdeckten immer mehr ungenutzte Außenflächen und somit ungenutztes Potenzial. Ihr Ansatz: Begrünung nicht als Dekoration, sondern als durchdachtes System. 

Anstelle klassischer Gartengestaltung bieten sie modulare Pakete an, die sich online konfigurieren lassen – vom DIY-Set bis zur Komplettumsetzung. Entscheidend sei dabei weniger die einzelne Pflanze als das Gesamtbild. „Wir denken in Stimmungen, nicht in Einzelpflanzen“, sagt Strahberger. Farben, Höhen und Strukturen werden individuell auf den Standort abgestimmt.

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Wichtig: unterschiedliche Pflanzenhöhen und -typen.

Dass selbst kleine Flächen eine große Wirkung entfalten können, zeige sich schnell: „Schon ein begrünter Balkon kann dabei helfen, dem Alltagsstress für einen Moment zu entfliehen.“ Neben der psychologischen Wirkung spielt auch das Mikroklima eine Rolle: Pflanzen spenden Schatten, kühlen die Umgebung und machen Außenräume auch im Sommer nutzbar.

Die Projekte reichen von kleinen Balkonen bis zur großzügigen Dachterrasse. Besonders typisch: die Ausgangssituation. „Entweder eine kahle Fläche oder eine unkontrollierte Wildnis“, weiß Strahberger. Die Lösung liegt in der Struktur. Durch gezielte Zonierung entstehen Teilbereiche, die den Raum größer wirken lassen und Aufenthaltsqualität schaffen.

Dabei spielt auch die Anordnung der Pflanzen eine zentrale Rolle: „Durch das Kombinieren von Topfgruppen, verschiedenen Pflanzenhöhen und Strukturen lässt sich selbst auf kleinem Raum viel erreichen“, so Rainisch. Ein oft unterschätzter Faktor ist zudem die Bewässerung: „Im Hochsommer müsste man täglich gießen – diese Aufgabe übernimmt eine Bewässerungsanlage.“

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Michael Strahberger  und Alexander Rainisch, Gründer  von oben draußen. 

 Fünf Tipps für den Stadtgarten 

  • Standort beachten: Sonne, Schatten, Wind – Pflanzen müssen zum Balkon passen, nicht umgekehrt.
  • In Zonen denken: Kleine Flächen wirken größer, wenn sie in Bereiche gegliedert werden.
  • Höhen nutzen: Topfgruppen und unterschiedliche Pflanzenhöhen schaffen Tiefe und lassen den Balkon großzügiger wirken.
  • Bewässerung mitdenken: Automatische Systeme sparen Zeit und sichern langfristig das Wachstum.
  • Atmosphäre schaffen: Möbel und Licht machen den Balkon erst zum Wohnraum. - Linda Pezzei

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