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Anpfiff: Diese Stadien wurden WM-tauglich gemacht

Wenn in Mexiko, den USA und Kanada in wenigen Tagen die Fußball-WM angepfiffen wird, sieht man mehr als das jeweilige Match. Die Architektur bildet den Rahmen für sportliche Höchstleistungen.
FILE PHOTO: 2026 World Cup - Official match schedule announcement

Statt wie andere sportliche Großereignisse setzt die Fußball-WM 2026 konsequent auf bestehende Stadien, keine einzige neue Sportstätte wurde neu errichtet. Dennoch waren Anpassungen notwendig. Denn viele der American-Football-Arenen, die meist mit Kunstrasen ausgestattet sind, mussten aufwendig umgebaut werden. So etwa in Vancouver, wo breitere Spielfelder und den obligatorischen Naturrasen im Fokus standen. Andere Arenen wurden temporär aufgestockt, um mehr Zuschauer unterzubringen.

Aerial view of aztec stadium in Mexico City

Aztekenstadion in Mexiko City

Das Eröffnungsspiel am 11. Juni wird im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt ausgetragen. Die markante, schüsselartige Betonarchitektur im Santa-Ursula-Viertel – die Arena wurde 1966 eröffnet – wurde umfassend modernisiert und erweitert. Kapazitäten für knapp 90.000 Zuschauer, ein neues Dach sowie eine LED-Außenfassade prägen nun das Erscheinungsbild. Tribünen und VIP-Logen wurden modernisiert, um den aktuellen FIFA-Standards zu entsprechen.

16 Spielstätten in drei Ländern 

Gespielt wird in insgesamt 16 Stadien, elf davon sind in den USA, drei in Mexiko und zwei in Kanada. Mit 48 Teilnehmern und insgesamt 104 Spielen ist das Turnier größer als je zuvor und zugleich die erste WM, die in drei Ländern ausgetragen wird. Für Fans und Sportler bedeutet das zum Teil sehr weite Wege – zwischen den am weitesten voneinander entfernt liegenden Arenen (Vancouver und Miami) liegen rund 4.500 Kilometer Distanz.

AT&T Stadium

Im texanischen Arlington steht mit dem AT&T Stadion die größte Arena der WM 2026. Während der WM  heißt es „Dallas Stadion“.

Im Dallas-Stadion in Arlington, ein multifunktionaler Hightech-Bau, wird die österreichische Mannschaft auf den Weltmeister Argentinien treffen. Das 2009 eröffnete Stadion beeindruckt durch monumentale Stahlbögen, eine 26 Meter hohe Glasfassade und ein einziehbares Dach. Für die WM wurde das Spielfeld angehoben und verbreitert. UV-Lampen, die vom Dach hängen, beschleunigten das Wachstum des neu angelegten Naturrasens.

FIFA World Cup soccer tournament venue BC Place stadium is seen in Vancouver

Das BC Place Stadion in Vancouver 

Historisches Stadion in Kanada

Das BC-Place-Stadion in Vancouver, Kanada, wurde anlässlich der Weltausstellung 1986 errichtet und liegt zentral in der Innenstadt direkt am Wasser. Die Arena verfügt über eines der größten kabelgestützten, wandelbaren Dächer der Welt. Dieses besteht aus lichtdurchlässigen ETFE-Kissen, die flexibel geöffnet und geschlossen werden können. Im Inneren schwebt ein zentraler Videowürfel unter der Dachkonstruktion.

 Auch die äußere Erscheinung ist markant: eine großflächige, farblich anpassbare LED-Fassade ermöglicht eine variable Farbgestaltung. In Vorbereitung auf die WM wurden im gesamten Stadion umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchgeführt, um sich an die strengen FIFA-Vorgaben für das Turnier anzupassen – von den Spielfeldmaßen über die Auslaufzonen bis zu den Medien- und VIP-Bereichen, die an internationale Standards angepasst wurden.

2026 FIFA World Cup Previews

SoFi Stadium in Inglewood bei Los Angeles

Das SoFi Stadium in Inglewood bei Los Angeles ist während der WM offiziell das „Los Angeles Stadium“. Das erst 2020 eröffnete Gebäude überzeugt durch die weitgespannte Dachkonstruktion mit dem großen stützenfreien Innenraum. Das gigantische, frei stehende Dach aus einer lichtdurchlässigen Membran schützt einerseits vor dem Wetter, ist aber gleichzeitig an den Seiten offen, um bei Hitze kühlende Brisen hereinzulassen Für die WM wurde auch diese Spielfläche verbreitert und statt des vorhandenen Kunstrasens ein Naturrasen-System eingebaut.

Das Finale der Fußball-WM wird im MetLife Stadion in Rutherford, New Jersey, – etwa acht Kilometer westlich von New York – ausgetragen. Das 2010 eröffnete Hightech-Gebäude ist ein reines Open-Air-Stadion, für das Finale wurde das Spielfeld durch den Rückbau von Sitzplätzen erweitert. Die Tribünen umschließen das Spielfeld vollständig und wurden so angelegt, dass es auf keinem Platz Sichtbehinderungen gibt – ein entscheidender Faktor für das Stadionerlebnis.

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