Von Wien bis Los Angeles: So wohnte Arnold Schönberg
Vor 75 Jahren verstarb der bekannte österreichische Komponist Arnold Schönberg in Los Angeles. Sein Haus in Brentwood war der letzte Wohnsitz des Künstlers von insgesamt 17 Wohnsitzen. In einer neuen Ausstellung wirft das Arnold Schönberg Center in Wien einen Blick auf sein Zuhause an wechselnden Adressen – von Wien über Mödling und Berlin bis Los Angeles. Im Mai 1936 bezog die Familie Schönberg das Haus mit Garten in der 116 North Rockingham Avenue, Brentwood Park in Los Angeles. Das Haus ging im Frühjahr 1937 in Schönbergs Besitz über.
Stromrechnung der Wiener Wohnung aus dem Jahr 1911.
Vom Mieter zum Eigentümer
Der Komponist wurde 1874 in Wien geboren. Bis in die 1930er-Jahre hinein wohnte er stets zur Miete, bis er dann in Los Angeles zum Hausbesitzer wurde. Dabei richtete der Tonsetzer seine Wohnsitze stets selbst ein, blieb im Zuge dessen immer der jeweiligen Moderne verpflichtet. So dominierten in Wien die Thonet-Möbel, in Berlin Bauhaus-Exponate und dann in den USA anderes zeitgeistiges Mobiliar.
„Arnold Schönberg war ein Mensch, der sich gern mit Kunst umgab - vorzugsweise der eigenen“, so Kuratorin Therese Muxeneder. Die Wände seiner Wohnung waren voll von Bildern, die er selbst gemalt hatte. Anhand von 170 Exponaten lenkt die Ausstellung den Fokus auf den Künstler als Familienmensch und Gastgeber.
Info: „Zu Gast bei Arnold Schönberg“: Bis 19. Februar 2027 im Arnold Schönberg Center, Zaunergasse 1–3, 1030 Wien.
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