Hypo NÖ in St.Pölten.

© KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Wirtschaft
08/24/2021

Hypo NÖ erzielte im Halbjahr 2021 mehr Einnahmen und Gewinn

Kerngeschäft Wohnbau und öffentliche Infrastruktur gut nachgefragt - Risikoprofil verbessert, NPL-Quote leicht gesunken

Die Hypo Niederösterreich (NÖ) hat im ersten Halbjahr 2021 trotz anhaltender Pandemie mehr eingenommen und mehr Gewinn gemacht. Unterm Strich standen nach Steuern 25,9 Mio. Euro, nach 11 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. "Gerade unsere Kernkompetenzen - soziale und öffentliche Infrastruktur und Wohnbau - wurden in den vergangenen Monaten stark nachgefragt und haben zu unserem sehr guten Halbjahresergebnis beigetragen", sagte Hypo-NÖ-Vorstand Wolfgang Viehauser.

Im Kundengeschäft konnten höhere Einnahmen erzielt werden, während die Kosten zurückgingen, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Halbjahresbericht der Bank. Der Zinsüberschuss stieg um rund zehn Prozent auf 69,9 Millionen Euro an, das Provisionsergebnis erhöhte sich um rund acht Prozent auf 9,8 Millionen Euro. Die Verwaltungskosten konnten dagegen gesenkt werden (minus 4,5 Prozent auf 57 Mio. Euro). Die Kostenquote - das Verhältnis zwischen Kosten und Einnahmen der Bank - verbesserte sich in Folge von 57,9 Prozent auf 53,1 Prozent.

Obwohl viele Unsicherheiten aufgrund der Pandemie weiter bestehen bleiben und die Bank wegen der auslaufenden staatlichen Hilfsmaßnahmen mit einem Anstieg an Ausfällen rechnet, hat sich die Risikosituation der Bank im ersten Halbjahr leicht verbessert. Die Quote notleidender Kredite (non performing loans/NPL) fiel von 0,78 Prozent zum Jahresende auf 0,68 Prozent.

Geringere Risikovorsorge

Durch die Auflösung von Rückstellungen stand zum Ende des Halbjahres 2021 bei den Risikovorsorgen ein Plus von 3,8 Mio. Euro. Im Halbjahr 2020 waren noch 5,1 Mio. Euro auf die hohe Kante gelegt worden. Anhaltende Risikofaktoren wie "etwaige Auswirkungen auf das Portfolio bedingt durch COVID-19" seien aber auch weiterhin vollumfänglich berücksichtigt, hießt es im Halbjahresbericht des Unternehmens.

Für das Gesamtjahr 2021 rechnet die Bank mit einer "soliden Geschäftsentwicklung". Die wirtschaftlichen Aktivitäten sollten sich im Laufe des Jahres mit zunehmendem Impffortschritt weiter normalisieren. Dennoch will das Institut den strategischen Schwerpunkt weiterhin auf die beiden risikoarmen Geschäftszweige Infrastruktur- und Wohnbaufinanzierungen legen - "unter Beibehaltung eines konservativen Risiko- und Kapitalprofils", hieß es im Ausblick.

Die harte Kernkapitalquote der Bank lag zum Ende des Halbjahres bei 17,62 Prozent und damit etwas unter dem Niveau vom Jahresende 2020 (17,92 Prozent). Man liege mit der Quote aber "über dem Österreich-Durschnitt aller Banken von 14,72 Prozent und weit über den regulatorischen Erfordernissen von 12,62 Prozent", berichtete die Bank, die zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Niederösterreich steht.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.