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Wirtschaft
01/24/2022

Homeoffice in Quarantäne - warum nicht?

Wer keine oder kaum Symptome hat, ist durchaus arbeitsfähig. Erst recht, wenn er dies von daheim aus tut.

von Robert Kleedorfer

Der ÖVP-nahe Wirtschaftsbund fordert, dass mit Corona infizierte Mitarbeiter in Quarantäne oder Isolation von zuhause weiterarbeiten sollen. Eine Absonderung dürfe nicht automatisch wie ein Krankenstand behandelt werden. Arbeiterkammer und Gewerkschaft sind natürlich dagegen und sprechen von "Praxisferne" und dass nicht definiert werden könne, was ein milder Verlauf sei.

Doch was ist daran so schwer zu definieren? Entweder fühlt man sich fit genug zum Arbeiten oder nicht. Wie bei einer Verkühlung auch. Hier ist oft ebenfalls der Übergang zu einer Grippe fließend, jeder Arbeitnehmer konnte auch bisher selbst einschätzen, ob er arbeitsfähig ist oder nicht und sich dann im Fall des Falles krank schreiben lassen.

Viel zu oft ist dies ohnehin nicht der Fall, weil man zu viel Arbeit hat oder seine Kollegen nicht im Stich lassen will. Oder auch manchmal Angst um seinen Job hat.

Leider passierte bis dato zu oft, dass man infolge dessen gesunde Kollegen ansteckte. Da dies bei Corona auf alle Fälle vermieden werden soll, sind Betroffene verpflichtet daheim zu bleiben. Gut so. Das heißt aber nicht, dass sie auf alle Fälle zum Nichtstun verdammt sein sollen.

Wer keine oder nur sehr leichte Symptome hat, wird dank Homeoffice problemlos weiterarbeiten können. Und dies oftmals auch gerne tun. Eine automatische Krankschreibung ist aber gerade bei aktuell vielen Corona-bedingten Ausfällen kontraproduktiv für die heimische Wirtschaft.

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