Nach Höhenflug: Gold- und Silberpreis geben massiv nach

closed up shot of shiny gold bars with stack of coins as business or financial investment and wealth concept
Vorige Woche wurden noch Rekordpreise für die Feinunze Gold erzielt. Mit der Nominierung von Kevin Warsh als neuen Fed-Chef gaben die Preise deutlich nach.

Zusammenfassung

  • Gold- und Silberpreise setzen nach Rekordrally ihren massiven Preisverfall fort, Gold fällt am Montag um bis zu acht Prozent.
  • Silberpreis bricht besonders stark ein und liegt am Montag rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar.
  • Auslöser der Turbulenzen ist die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher Fed-Chef, was Zweifel an einer lockeren Geldpolitik schürt und Spekulanten unter Druck setzt.

Auf den Edelmetall-Märkten haben sich am Montag die Turbulenzen vom Wochenausklang fortgesetzt. Nach einer monatelang anhaltenden Rekordrally gaben Gold und vor allem Silber weiter massiv nach. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) fiel im frühen Handel um bis zu acht Prozent auf rund 4.500 US-Dollar (3.775,49 Euro), nachdem er am Freitag bereits um neun Prozent abgesackt war.

Damit liegt der Goldpreis inzwischen fast 1.100 Dollar oder fast ein Fünftel unter seinem erst am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5.595 Dollar. Trotz der deutlichen Verluste ist Gold aber noch etwas teurer als Ende 2025 und das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war.

Beim Silber fällt der Einbruch vom Rekordhoch noch drastischer aus. Der Preis für eine Feinunze sackte am Montag um bis zu weitere 15 Prozent auf 72,79 Dollar ab. Das Minus am Freitag hatte nach heftigen Turbulenzen mit einem zwischenzeitlichen Abschlag von 36 Prozent am Handelsende 26 Prozent betragen.

Silberpreis am Montag um 40 Prozent unter Rekordhoch

Der Silberpreis am Montag liegt rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar. Wie Gold kostet Silber trotz der massiven Verluste seit dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch immer noch etwas mehr als Ende 2025.

Wesentlicher Auslöser des jüngsten Goldpreisrutsches war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit "zocken", kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist.

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