Wirtschaft
04.10.2018

Grazer Immobilienentwickler Supernova übernimmt zehn Einkaufszentren

Slowenische Lebensmittelhandelskette Mercator will wesentlichen Teil der Einkaufszentren zurückmieten.

Der Grazer Investor Frank Albert und seine Immobiliengruppe Supernova ist immer für eine Überraschung gut. Albert, der zuletzt mit der Abwicklung der insolventen Heimwerkerkette bauMax und dem Weiterverkauf eines Großteils der Standorte, Aufsehen erregte, hat einen neuen Deal unter Dach und Fach gebracht. Supernova übernimmt von der slowenischen Lebensmittelhandelskette Mercator zehn Einkaufszentren in Slowenien mit einer vermietbaren Fläche von rund 100.000 Quadratmetern. Davon wird „ein wesentlicher Teil von Mercator zukünftig zurückgemietet“.

Mercator ist mit einem Marktanteil von mehr als 30 Prozent der größte Lebensmittelfilialist in Slowenien. Laut der Tageszeitung „Dnevnik“ wird der Wert des Deals auf rund 200 Millionen Euro geschätzt.

„Die Gruppe nutzt die Erlöse aus diesem Verkauf zur Reduktion von bestehenden Verbindlichkeiten im Sinne der Gesamtstrategie“, heißt es in einer Supernova-Aussendung. „Mercator hat die Qualität ihrer Märkte in den vergangenen Jahren erfolgreich verbessert und wird gestärkt aus der Transaktion herausgehen.“

Zugleich kann Supernova ihre Marktführerschaft bei Einkaufszentren in Slowenien weiter ausbauen. "Unser Kerngeschäft ist die Entwicklung und das Betreiben von Shopping-Parks und Retail-Zentren“, sagt Frank Albert. Supernova entwickelte und betreibt mehr als 30 Shoppingcenters und Fachmarktzentren in Österreich, Slowenien und Kroatien. Außerdem verpachten die Grazer großflächige Immobilien an Handelsketten. So gehören der OBI-Flagship-Store in Wien-St. Marx, eine der drei Obi-Filialen in Graz und eine in Slowenien zu Frank Alberts Immobilienreich.

"Die Standorte der zehn neuen Akquisitionen sind ausnahmslos als Leitprojekte in der jeweiligen Region positioniert und zeichnen sich durch einen starken Mieterbesatz aus", heißt es weiter." Supernova wird darüber hinaus die Konzeptionen der Zentren an die sich ändernden Marktentwicklungen anpassen." Unterm Strich soll es zu einer langfristigen Kooperation zwischen Mercator und Supernova kommen.