FILE PHOTO: A Google sign is seen during the WAIC (World Artificial Intelligence Conference) in Shanghai

© REUTERS / ALY SONG

Wirtschaft

Google-Konzern Alphabet will 12.000 Stellen streichen

Das entspricht rund sechs Prozent der Belegschaft.

01/20/2023, 12:38 PM

Als nĂ€chstes Schwergewicht der Tech-Branche will der Google-Mutterkonzern Alphabet nach Medienberichten tausende ArbeitsplĂ€tze streichen. Weltweit sollen rund 12.000 Jobs wegfallen, wie der Finanzdienst Bloomberg und das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf eine E-Mail von Firmenchef Sundar Pichai an die Mitarbeiter berichteten. Das entspricht rund sechs Prozent der Belegschaft. Bereiche außerhalb des KerngeschĂ€fts sollen demnach stĂ€rker betroffen sein. Von Alphabet gab es zunĂ€chst keine offiziellen Angaben.
 

Erst diese Woche hatte Microsoft die Streichung von 10.000 Stellen angekĂŒndigt. Davor gaben Amazon den Abbau von 18.000 Jobs bekannt und der Facebook-Konzern Meta von 11.000 Stellen. Die Tech-Konzerne hatten mit dem boomenden GeschĂ€ft in der Coronapandemie ihre Mitarbeiterzahlen zum Teil deutlich aufgestockt. So hatte Alphabet nach jĂŒngsten verfĂŒgbaren Zahlen zum Stand Ende September fast 186.800 BeschĂ€ftigte. Das waren um rund 36.750 mehr als ein Jahr zuvor.

Strauchelnde Tech-Riesen

Die Entscheidung zum Jobabbau laste schwer auf ihm, schrieb Pichai. "Und ich ĂŒbernehme die volle Verantwortung fĂŒr die Entscheidungen, die uns hierher gefĂŒhrt haben." Nach dem "dramatischen Wachstum" in der Pandemie habe man "in einer anderen wirtschaftlichen RealitĂ€t als heute" die Belegschaft aufgebaut. Die Alphabet-Aktie lag nach der AnkĂŒndigung im vorbörslichen Handel um gut drei Prozent im Plus.

Zuletzt verlangsamte sich die GeschĂ€ftsentwicklung bei den Tech-Riesen unter anderem wegen der Konjunktursorgen und der hohen Inflation. Google und Meta verdienen ihr Geld fast ausschließlich mit Online-Werbung - und bekamen die Sparsamkeit großer und kleiner Unternehmen zu spĂŒren. Bei Amazon schlugen neben der gesunkenen Kaufbereitschaft der Verbraucher die steigenden Logistik-Kosten zu Buche.

Fokus auf die Entwicklung kĂŒnstlicher Intelligenz

Beim Ausmaß der KĂŒrzungen liegt Alphabet in etwa auf dem Niveau von Microsoft, wo knapp fĂŒnf Prozent der ArbeitsplĂ€tze wegfallen. Meta strich sogar 13 Prozent der Jobs. Bei Amazon mit seinen 1,5 Millionen BeschĂ€ftigten vor allem in Logistikzentren machen 18.000 Jobs nur einen kleinen Anteil aus, treffen aber stark die BĂŒro-ArbeitsplĂ€tze. FĂŒr sich allein steht Twitter, wo Tech-MilliardĂ€r Elon Musk als neuer Besitzer gleich etwa die HĂ€lfte der rund 7.000 Mitarbeiter abbaute.

Pichai deutete an, dass bei Alphabet Bereiche außerhalb des KerngeschĂ€fts stĂ€rker betroffen sein werden: Man wolle die Belegschaft an die zentralen PrioritĂ€ten des Konzern anpassen. Dazu gehört vor allem der vor einigen Jahren beschlossene Fokus auf die Entwicklung kĂŒnstlicher Intelligenz.

Eine Besonderheit von Alphabet ist, dass Google praktisch die gesamten Erlöse erwirtschaftet und damit unter dem Konzerndach Zukunftsprojekte wie Robotaxis der Firma Waymo oder Lieferdrohnen mitfinanziert. Diese Bereiche lÀsst sich Alphabet Milliarden kosten, versucht aber schon seit einiger Zeit, die Ausgaben unter Kontrolle zu bringen.

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