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Wirtschaft
07/08/2020

Goldpreis steigt erstmals seit 2011 wieder über 1.800 US‐Dollar

Gold profitiert vor allem von der durch die Coronakrise ausgelösten Unsicherheit.

Der Goldpreis hat am Mittwoch den Höhenflug der vergangenen Tage fortgesetzt und ist erstmals seit 2011 wieder über die Marke von 1800
US‐Dollar gestiegen. Am Vormittag wurde eine Feinunze ﴾rund 31,1 Gramm﴿ an der Börse in London mit 1800,86 Dollar gehandelt. Das ist der höchste Wert seit November 2011. Der Goldpreis nimmt damit zunehmend sein Rekordhoch ins Visier, das im September 2011 bei 1921 Dollar erreicht worden war..

Gold profitiert vor allem von der durch die Coronakrise ausgelösten Unsicherheit. Die weiterhin sehr hohe Zahl an Neuinfektionen in den USA treibt die Anleger in das als sicher geltende Edelmetall. Auch in weiteren Weltregionen wie zuletzt in Australien kam es zu neuen Ausbrüchen. Hinzu kamen am Dienstag enttäuschende Industriedaten aus Deutschland. Die Rezession wegen der Corona-Pandemie wird nach der neuesten Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr noch stärker ausfallen als bisher angenommen.

Ein Punkt, der schon seit längerem für Gold spricht, sind die weltweit niedrigen Zinsen. Da Gold keine Zinsen abwirft, entfällt damit ein großer Nachteil des Edelmetalls gegenüber zinstragenden Wertpapieren. Auch wird mitunter befürchtet, dass die extrem lockere Geldpolitik vieler Zentralbanken früher oder später zu einer steigenden Inflation führen könnte. Gold gilt als Inflationsschutz.

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