Gewinnrückgang bei Nestlé: Konzern soll umgebaut werden

Weniger Umsatz, höhere Kosten: Der Gewinn des Schweizer Nahrungsmittelriesen ist gesunken. Die Dividende soll angehoben werden.
FILE PHOTO: A view of the logo during the Annual General Meeting of Nestle in Ecublens

Zusammenfassung

  • Nestlé verzeichnete 2025 einen Nettogewinnrückgang um 17 Prozent auf 9 Mrd. Franken, während der organische Umsatz dank Preiserhöhungen um 3,5 Prozent stieg.
  • Die Dividende soll um 1,6 Prozent auf 3,10 Franken je Aktie erhöht werden; für 2026 wird ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent angestrebt.
  • Konzernchef Philipp Navratil fokussiert das Geschäft auf vier Kernbereiche und plant Verkäufe im Speiseeis- und Wassergeschäft.

Ein schrumpfender Umsatz und höhere Rohstoffkosten haben dem Schweizer Nahrungsmittelriesen Nestlé 2025 erneut einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich verdiente der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat 9 Mrd. Franken (9,9 Mrd. Euro), ein Minus von 17 Prozent. 

Das vom Markt stark beachtete organische Umsatzwachstum, das Wechselkurseinflüsse sowie Zukäufe und Verkäufe von Geschäftsbereichen ausklammert, legte vor allem dank Preiserhöhungen um 3,5 Prozent zu.

Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit einem Nettogewinn von 10,08 Mrd. Franken und einem organischen Wachstum von 3,4 Prozent gerechnet.

Dennoch höhere Dividende

Nestlé will die Dividende um 1,6 Prozent auf 3,10 Franken je Aktie anheben. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum im Bereich von etwa 3 bis 4 vier Prozent an. Die bereinigte operative Ergebnismarge werde sich gegenüber den 16,1 Prozent des Jahres 2025 voraussichtlich verbessern.

Fokus auf vier Bereiche

Der neue Konzernchef Philipp Navratil will das Geschäft auf die vier Bereiche Kaffee, Produkte für Heimtiere und Nutrition sowie auf führende regionale Positionen im Bereich Kulinarikprodukte und Snacks fokussieren. 

Nestlé befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Veräußerung des verbleibenden Speiseeisgeschäfts an Froneri. Für Nestlé Waters & Premium Beverages habe der Konzern im ersten Quartal 2026 mit der formellen Kontaktaufnahme mit potenziellen Partnern begonnen. Das Geschäft dürfte ab 2027 entkonsolidiert werden.

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