© Kurier/Gerhard Deutsch

Wirtschaft
07/05/2022

Gegen Preisexzess: China will Schweinefleischreserven freigeben

Schweinefleisch hat sich im Juni um ein Drittel gegenüber dem Vorjahresmonat verteuert

Im Kampf gegen steigende Fleischpreise erwägt die chinesische Regierung, die Schweinefleischreserven des Landes teilweise freizugeben. Die nationale Entwicklungs- und Reformkommission teilte am Dienstag mit, sie habe die Lokalregierungen angewiesen, "rechtzeitig" Vorräte freizugeben, um starke Preissteigerungen zu mildern. Im Juni stieg der Preis für Schweinefleisch um ein Drittel im Jahresabstand, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit.

"Irrationales Verhalten"

Schweinefleisch ist das am meisten konsumierte Fleisch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Grund für den Preisanstieg sei "irrationales Verhalten", tadelte die einflussreiche Entwicklungs- und Reformkommission. Vorräte würden zurückgehalten, Produzenten warteten mit dem Verkauf von Schlachtschweinen, um ihre Profite zu steigern. Die Kommission mahnte, Schlachtungen müssten in "normalem Tempo" erfolgen, wie Xinhua berichtete.

China ist von den Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine für die Lebensmittelpreise weitgehend verschont geblieben. Der Preis für Schweinefleisch ist vor allem wegen der Afrikanischen Schweinepest hoch, die in den vergangenen Jahren in der Volksrepublik die Bestände dezimiert hat.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare