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Wirtschaft
01/13/2020

FMA-Vorstand Kumpfmüller bewirbt sich um Chefposten der Hypo OÖ

Kumpfmüller hat sich Urlaub genommen, "um mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden". Cooling-Off-Periode bei Wechsel von Aufsichtsbehörde zu Bank.

FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller (ÖVP) hat sich um den Chefposten bei der Hypo Oberösterreich beworben - einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung" (OÖ) hat Kumpfmüller am Montag der APA bestätigt. Die Hypo OÖ muss ihre Führung nach dem überraschenden Tod von Generaldirektor Andreas Mitterlehner Ende November des Vorjahres neu organisieren.

"Ich habe mich für die Funktion des Vorstandsvorsitzenden der OÖ Landesbank AG beworben", erklärte Kumpfmüller gegenüber der APA. "Um mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden und auch bereits den Anschein eines möglichen Interessenkonflikts von vornherein auszuschalten, trete ich heute einen Urlaub an, bis über die Besetzung der Funktion in der OÖ Landesbank AG entschieden ist." Er rechne mit einer raschen Entscheidung seitens der Landesbank.

Der Vorstand der Hypo OÖ soll auf zwei Personen reduziert werden, um den Posten des Vorstandschefs dürfte sich nur Kumpfmüller beworben haben. Er war schon von 2002 bis 2011 bei der Hypo Oberösterreich.

 

Für einen Wechsel von der Aufsichtsbehörde in ein beaufsichtigtes Unternehmen ist eine Cooling-Off-Periode vorgesehen. Diese Periode könne zwischen sechs und zwölf Monate dauern, erklärte FMA-Sprecher Klaus Grubelnik, dazu werde es eine Empfehlung der EZB geben. Das Vorschlagsrecht für die Nachbesetzung des FMA-Vorstandspostens liege beim Finanzminister.

Falls Kumpfmüller tatsächlich nach Oberösterreich wechseln sollte, könnte ihm der FMA-Experte Josef Meichenitsch im Vorstand der Finanzmarktaufsicht nachfolgen, schreibt der "Standard" am Montag. Meichenitsch war für die Grünen an den Koalitionsverhandlungen beteiligt und auch als Staatssekretär im Finanzministerium im Gespräch.

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