++ THEMENBILD ++ NIEDERÖSTERREICHS ENERGIEVERSORGER EVN

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Wirtschaft

EVN machte 2019/20 weniger Gewinn

Das Konzernergebnis sank nach dem Wegfall von Einmaleffekten um 34 Prozent auf 200 Mio. Euro.

12/16/2020, 09:03 AM

Der börsennotierte niederösterreichische Energieversorger EVN hat im abgelaufenen GeschÀftsjahr 2019/20 wie erwartet weniger Gewinn erzielt. Das Konzernergebnis sank durch den Wegfall von Einmaleffekten um rund 34 Prozent auf 200 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der Erwartungen. Die Coronakrise beeintrÀchtigte den Versorger operativ nur punktuell. Die AktionÀre sollen 0,49 (0,50) Euro je Aktie erhalten, wie die EVN am Mittwoch mitteilte.

Punktuelle BeeintrÀchtigung

Die Coronakrise habe das operative Ergebnis dank des integrierten GeschĂ€ftsmodells und der breiten Kundendiversifikation nur punktuell beeintrĂ€chtigt. Vereinzelte Verzögerungen bei Bauvorhaben bzw. Investitionen infolge des Lockdowns im FrĂŒhjahr 2020 sollten im GeschĂ€ftsjahr 2020/21 aufgeholt werden.

Das EnergiegeschĂ€ft sei von ungĂŒnstigen Erzeugungs- und Marktpreisentwicklungen geprĂ€gt gewesen. Die Stromproduktion aus Erneuerbaren sank um fast 3 Prozent, der Anteil stieg aber wegen einer um mehr als die HĂ€lfte reduzierten thermischen Erzeugung auf rund 60 Prozent (nach 41 Prozent).

Die Erzeugung aus WĂ€rmekraftwerken ging um 53 Prozent zurĂŒck, im vorigen GeschĂ€ftsjahr war noch die im August 2019 beendete Produktion im Kohlekraftwerk DĂŒrnrohr enthalten. In den Stromgroßhandelspreisen habe sich Covid-19 nur im kurzfristigen Bereich ausgewirkt, auf dem Terminmarkt sei eine RĂŒckkehr der Strompreise auf Vor-Corona-Niveau zu erkennen.

Höhere Dividende

Operativ sank das EBITDA um 6,5 Prozent auf 590,4 Mio. Euro. Die Effekte aus WerthaltigkeitsprĂŒfungen beliefen sich - nach einem positiven Effekt von 41,6 Mio. Euro im Vorjahr - auf minus 20,6 Mio. Euro und betrafen vor allem das von der EVN anteilig gehaltene deutsche Kraftwerk Walsum 10.

Das EBIT sank um 32,3 Prozent auf 273,1 Mio. Euro. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 47,3 Prozent auf minus 15,8 Mio. Euro, im Wesentlichen getrieben durch die höhere Verbund-Dividende. Der Umsatz lag mit 2,1 Mrd. Euro um 4,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr 2020/21 erwartet die EVN unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von etwa 200 bis 230 Mio. Euro.

Der weitere Verlauf der Coronakrise und daraus folgende gesamtwirtschaftliche Auswirkungen könnten einzelne GeschÀftsbereiche und damit die Ergebnisentwicklung jedoch negativ beeinflussen. Die jÀhrlichen Investitionen sollen in den nÀchsten Jahren im Durchschnitt Niveaus von rund 450 Mio. Euro erreichen.

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