Erwerbsbeteiligung ukrainischer Frauen in Österreich fast verfünffacht

Die Arbeitslosigkeit ist unter ihnen aber höher als bei Österreichern. Ukrainer hierzulande sind deutlich jünger als Österreicher.
Schild mit der Aufschrift „AMS Arbeitsmarktservice Redergasse“ an einer Hauswand.

Ukrainerinnen haben im österreichischen Arbeitsmarkt den Anschluss gefunden. Das zeigt die Detailauswertung einer Studie des österreichischen Integrationsfonds. Lag die Erwerbsbeteiligung ukrainischer Frauen im Jahr 2022 noch bei rund zehn Prozent, ist sie heuer auf etwa 48 Prozent gestiegen. Bei Männern betrug sie zuletzt 51 Prozent. Die Arbeitslosenquote von Bürgern der Ukraine lag 2025 bei 19 Prozent und damit deutlich höher als bei Österreichern (sieben Prozent).

Eine überwiegende Mehrheit der befragten ukrainischen Vertriebenen gibt an, über mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeiten im Deutschen zu verfügen. 30 Prozent der Befragten schätzen ihre Deutschkenntnisse als "fortgeschritten" ein, 38 Prozent verfügen nach Eigen-Angaben über Grundkenntnisse.

Hälfte der Ukrainer lebt in Wien

Insgesamt lebten mit 1. Jänner bereits über 94.000 Ukrainerinnen und Ukrainer in Österreich, wobei hier auch jene einbezogen sind, die schon vor der russischen Aggression hierzulande sesshaft waren. Die Hälfte davon ist in Wien ansässig. Die Bevölkerungsstruktur unterscheidet sich dabei von jener der Gesamtbevölkerung: Rund 61 Prozent der Ukrainer in Österreich sind Frauen, 39 Prozent Männer (Gesamtbevölkerung 51 zu 49 Prozent), was mit den eingeschränkten Ausreise-Möglichkeiten für wehrfähige Männer in der Ukraine begründet ist.

Gleichzeitig ist die ukrainische Bevölkerung deutlich jünger als die Gesamtbevölkerung in Österreich: 30 Prozent sind unter 20 Jahre alt (Gesamtbevölkerung: 19 Prozent), 58 Prozent befinden sich im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 59 Jahren (Gesamtbevölkerung: 53 Prozent). Nur zwölf Prozent der Ukrainer sind 60 Jahre oder älter - weniger als halb so viele wie im österreichweiten Durchschnitt (28 Prozent).

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