Deutsche Exporte nach China sind erstmals seit August 2020 zurückgegangen

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
08/25/2021

Erstmals seit einem Jahr weniger Deutschland-Exporte nach China

Produktexporte sanken im Juli um fast 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 8,4 Milliarden Euro

Das China-Geschäft der deutschen Exporteure ist im Juli erstmals seit fast einem Jahr geschrumpft. Die Ausfuhren in die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt sanken um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 8,4 Milliarden Euro, wie das deutsche Statistische Bundesamt am Mittwoch zu seinen vorläufigen Ergebnissen mitteilte.

Das war der erste Rückgang seit August 2020 und zugleich das größte Minus seit Mai 2020, als die Volksrepublik noch unter der erste Coronawelle litt und die deutschen Ausfuhren dorthin um gut 12 Prozent eingebrochen waren. China ist nach den USA der zweitgrößte Abnehmer von Waren "Made in Germany".

Starker Aufwind dank staatlicher Hilfe

Die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten wuchsen im Juli um 15,3 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro. Die weltgrößte Volkswirtschaft befindet sich derzeit in einem starken Aufwind, nicht zuletzt dank staatlicher Konjunkturhilfen. Auch das Geschäft mit Großbritannien wuchs zu Beginn der zweiten Jahreshälfte: Die Ausfuhren dorthin legten um 5,6 Prozent auf 5,8 Mrd. Euro zu.

Insgesamt wuchsen die deutschen Exporte in die Staaten außerhalb der Europäischen Union im Juli um 5,8 Prozent zum Vorjahresmonat auf 52,8 Mrd. Euro. Gemessen am Vormonat Juni gab es hier kalender- und saisonbereinigt allerdings ein Minus von voraussichtlich 2,7 Prozent. Dennoch lagen die Exporte in diese sogenannten Drittstaaten - die knapp die Hälfte der deutschen Ausfuhren ausmachen - bereinigt um 7,8 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Coronapandemie in Deutschland.

Dies sind die Ergebnisse des neuen monatlichen Frühindikators für den deutschen Außenhandel. Damit will das Statistische Bundesamt erste Ergebnisse für Exporte in Nicht-EU-Staaten bereits 20 bis 25 Tage nach Monatsende und damit mehr als zwei Wochen früher als bisher vorlegen.

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