Erhoffte Trendwende: Die Energiepreise sinken und die Inflation gleich mit

Die Inflation betrug im Jänner 2,0 Prozent. Ausschlaggebend für die im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Teuerung war das Ende des sogenannten Basiseffektes bei Strom und Preisrückgänge bei Energie.
Inflation Symbolbild

Die Inflation in Österreich ist im Jänner im Vergleich zum Vorjahr kräftig gesunken. Die Statistik Austria bestätigte am Mittwoch ihre Schnellschätzung vom 4. Februar mit einem Rückgang vom Dezember-Wert von 3,8 auf nunmehr 2,0 Prozent. 

Ein Effekt ist dabei zentral, ein statistischer sogenannter Basiseffekt: Weil die seinerzeit eingeführte "Strompreisbremse" im Jänner 2025 ausgelaufen ist, schnalzte damals - eben vor einem Jahr -  die Inflation stark nach oben. Im Jänner diesen Jahres gibt es diesen Effekt natürlich kein zweites Mal, daher sinkt nun die Inflation im Jänner 2026 im Verhältnis zum Jänner 2025 relativ stark.

Dazu kommt ein Rückgang insbesondere der Elektrizitätsabgabe aber auch des Erneuerbaren-Förderbeitrags ab Jänner 2026. Beides zusammen drückt die Strompreise und zwar um acht Prozent im Jänner. Auch Treibstoffe und Heizöl wirkten zusätzlich preisdämpfend.

Unterm Strich erklärt das im Großen und Ganzen die eingetretene Normalisierung der Teuerung bei dem Zielwert der Bundesregierung, aber auch der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Die Statistik Austria sagt: Ohne die Preisentwicklung von Strom läge die Inflation aktuell bei 3,0 Prozent.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich mit 2,6 Prozent deutlich weniger stark als im Vormonat. Bedeutendster Treiber der Inflation blieben Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen, die im Jahresabstand durchschnittlich um 4,9 Prozent zulegten.

„Wie in der Schnellschätzung erwartet, lag die Inflation im Jänner 2026 bei 2,0 %, nach 3,8 % im Dezember 2025. So niedrig war die Teuerungsrate zuletzt im Dezember 2024. Effekte der Strompreisentwicklung senkten die Inflation um einen ganzen Prozentpunkt. Im Jänner 2025 waren die Preise aufgrund des Wegfalls der Strompreisbremse stark erhöht worden, im Jahresvergleich kam es im Jänner 2026 nicht nur durch diesen Basiseffekt, sondern auch durch gesenkte Elektrizitätsabgaben zu deutlichen Rückgängen. Zusätzlich dämpften Treibstoffe und Heizöl die Inflation noch stärker als zuletzt. Außerdem schwächte sich der Preisauftrieb in vielen Bereichen ab, insbesondere bei Dienstleistungen und Nahrungsmitteln“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Der tägliche und wöchentliche Einkauf verteuerte sich deutlich unter dem allgemeinen Durchschnitt der Inflationsrate. Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der den täglichen Einkauf abbildet, stieg im Jahresabstand lediglich um 0,4 Prozent. Der Miniwarenkorb für den wöchentlichen Einkauf verzeichnete ein Plus von 0,9 Prozent.

Kommentare