Alibaba-Chef Jack Ma (55) bei einem Besuch in Äthiopien

© EPA/STR

Wirtschaft
03/05/2020

Die Superreichen leben in China, Afrika und Vietnam

Bald sind es 650.000 Personen, die mehr als 30 Millionen Dollar besitzen werden, sagt der größte Immobilienberater.

von Susanne Bobek

Die Zahl der Superreichen mit einem Vermögen von mehr als 30 Millionen Dollar (27,01 Mio Euro) stieg im Vorjahr um sechs Prozent auf 513.244 Personen an, so der jährlich erscheinende Vermögensbericht des weltweit agierenden Immobilienberaters Knight Frank. Bis 2024 soll die Zahl der Superreichen um weitere 27 Prozent auf 650.000 Personen anwachsen, da in Indien, Ägypten, Vietnam, China und Indonesien derzeit riesige Vermögen gemacht werden.

Derzeit leben die meisten Superreichen, nämlich 240.000, in den USA, doch die Zahl der Superreichen wächst derzeit in Asien und Afrika am schnellsten.

In Großbritannien leben 14.400 Superreiche, was sich auch an den exorbitant gestiegenen Immobilienpreisen in London festmachen lässt. In China zählen derzeit 61.600 Personen zu dem Kreis der Superreichen, in Deutschland sind es 23.000, in Frankreich 18.800 und in Japan 17.000.

Alibaba

Der ehemalige Englischlehrer Jack Ma (55) aus Hangzhou führt die Liste der reichsten Chinesen unangefochten mit 42,4 Milliarden Dollar an. Der Alibabagründer, Sohn traditioneller Musiker und Geschichtenerzähler ist mittlerweile der erfolgreichste Internet-Unternehmer.

Gegen die reichste Frau Afrikas und größte Privatinvestorin Angolas, Isabel dos Santos (46) mit 1,8 Milliarden Dollar wird wegen Korruption ermittelt.

Die Tochter des langjährigen Präsidenten des ölreichsten Landes Afrikas begann mit Diamanten zu handeln, als sich das südafrikanische Unternehmen De Beers aus dem Handel mit Blutdiamanten zurückzog. Über die Jahre wurde die „harte Verhandlungspartnerin“ immer reicher, sie besitzt Supermarktketten, Bank- und Industriebeteiligungen und war die erste Dollarmilliardärin Afrikas. Ob sie jemals in Haft genommen werden kann, ist nicht sehr wahrscheinlich.

Der reichste Mann im aufstrebenden Vietnam ist Pham Nhat Vuong (51)mit 6,6 Milliarden Dollar.

Er studierte in Moskau, eröffnete in der Ukraine ein vietnamesisches Restaurant und verdiente mit dem Import von Instant-Nudeln seine ersten Millionen. Heute ist seine Vingroup der größte Mischkonzern in Vietnam, engagiert im Gesundheitswesen, im IT-Bereich und in der Autoproduktion. Der Selfmade-Milliardär leitet eines der wenigen nicht-staatlichen Unternehmen in Vietnam. In der Bevölkerung genießt er Kultstatus.

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