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Wirtschaft
04/26/2019

Das sind die zehn größten Millionenpleiten 2019

Rund 11.000 Gläubiger mit etwa 400 Millionen Euro Forderungen waren von Insolvenzen betroffen.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Zuerst die gute Nachricht: Die Zahlen der Creditreform Firmeninsolvenzstatistik für das 1. Quartal 2019 zeigen einen ungebrochenen Trend der vergangenen Jahre: Waren die Unternehmensinsolvenzen 2018 auf einen historischen Tiefststand seit 17 Jahren gelangt, sind in den ersten drei Monaten diesen Jahres die Insolvenzen weiter um 6,1 Prozent auf 1.317 Verfahren zurückgegangen.

„Die Anzahl an eröffneten Verfahren ist dabei um 6,8 Prozent auf 795 Unternehmen gesunken“, sagt Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditrefrom. In 522 Fällen (-4,9 Prozent) wurden die Insolvenzanträge mangels kostendeckenden Vermögen abgewiesen. Managementfehler, Wettbewerbsdruck mit sinkenden Preisen bzw. Margen sowie Forderungsverluste sind die Hauptursachen für Unternehmensinsolvenzen.

Rund 11.000 Gläubiger mit ca. 400 Millionen Euro Forderungen waren von Insolvenzen betroffen. Größte Insolvenz war die traditionsreiche Alufix-FolienverarbeitungsgmbH mit 52 Millionen Euro Verbindlichkeiten und 167 betroffenen Arbeitnehmer

 

Bundesländervergleich

Der Blick auf die Bundesländer zeigt, dass entgegen dem Österreichtrend die Insolvenzen nur in Tirol +57,4 Prozent) und Vorarlberg (+9,8 Prozent) gestiegen sind. Die größten Rückgänge verzeichneten das Burgenland (-34,0 Prozent), Kärnten (-15,7 Prozent) und die Steiermark (-15,1 Prozent).

Die Millionen-Pleiten

Die schlechte Nachricht ist: Es haben sich heuer bereits etliche Großpleiten erreignet. Die Insolvenz der Oberndorfer Druckerei GmbH, die am Donnerstag eröffnet wurde, ist da aber noch nicht eingerechnet. Sie beschäftigt 160 Mitarbeiter und hat mindestens 17 Millionen Euro Schulden.

 

1

Alufix-Folienverarbeitungsgesellschaft m.b.H.,

52,4 Mio.

Niederösterreich

2

Borckenstein GmbH

16,3 Mio.

Steiermark

3

ALGE ELASTIC GmbH

14,4 Mio.

Tirol

4

Hans Andersen Ges.m.b.H

13,8 Mio.

Wien

5

LINT REAL GMBH & Co KG

13,6 Mio.

Wien

6

a. zoppoth haustechnik gmbh

14,9 Mio.

Kärnten

7

CAPITAL & IMMOBILIEN INVEST GmbH

6,6 Mio.

Tirol

8

Pierre Lang Europe Handelsgesellschaft m.b.H.

6,5 Mio.

Wien

9

Eder Beteiligungsverwaltungs Gmb

5,7 Mio.

Niederösterreich

10

LAVACO Bauträgergesellschaft m.b.H

4,8 Mio.

Wien

 

Branchenvergleich

"Mit zehn Insolvenzen je 1.000 Branchenunternehmen ist traditionell das Bauwesen die am stärksten betroffene Branche, aber mit einem starken Rückgang um 6,3 Prozent", sagt Weinhofer. "Positiv ist auch die Entwicklung dank der robusten Konjunktur im vergangenen Jahr in der Sachgütererzeugung, sprich ndustrie, mit einem Minus von 12,1 Prozent sowie infolge der guten Wintersaison im Tourismus mit einem Minus von 2,4 Prozent. Österreichweit wurde nicht ganz jedes Vierte von 1.000 Unternehmen insolvent.

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