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© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Nationalbank, Direktorium
01/29/2019

Das sind die neuen Chefs der Nationalbank

Aus rot-schwarz wird türkis-blau: Ministerrat nominiert morgen, Mittwoch, das neue Direktorium. Keine Frau dabei.

von Andrea Hodoschek

28 Kandidaten hatten sich um die vier Direktoriumsposten (quasi Vorstand) der Nationalbank beworben. Am Dienstag Nachmittag tagte der Generalrat der Bank, der pro Posten drei Vorschläge erstellte. Morgen, Mittwoch, will die Regierung im Ministerrat das neue Direktorium nominieren. Bestellt werden die Banker dann hoch offiziell von Bundespräsident Alexander van der Bellen.

ÖVP und FPÖ haben sich das Direktorium 2 : 2 aufgeteilt. An der Spitze wird der ehemalige Weltbank-Direktor Robert Holzmann, 69, stehen. Der Freund des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider beerbt Gouverneur Ewald Nowotny (SPÖ), der im Sommer in Pension geht. Holzmann hat ein Dirimierungsrecht, das heißt, er entscheidet bei Stimmengleichheit.

Vizegouverneur wird Gottfried Haber, ÖVP-naher Finanzwirtschaftler  an der Donau-Uni Krems. Der 46-Jährige ist bereits Vorsitzender des Fiskalrates. Er war bereits als Finanzminister im Gespräch. Holzmann hat bei Stimmengleichheit im Direktorium zwar das Dirimierungsrecht, aber Haber dürfte stark genug sein, bei eventuellen Meinungsverschiedenheiten dagegen zu halten.

Der neue OeNB-Gouverneur Robert Holzmann

Vize-Gouverneur Gottfried Haber

Direktoriumsmitglied Eduard Schock

Thomas Steiner, Geschäftsführer der OeBFA

Zweiter FPÖ-Kandidat wird der Wiener Landtagsabgeordnete und karenzierte Bank-Austria-Mitarbeiter Eduard Schock. Ex-Generalratspräsident Claus Raidl (ÖVP) hatte kritisiert, dass die fachliche Qualifikation des Burschenschafters nicht den Ausschreibungsbedingungen entspreche.

Ebenfalls neu ins Direktorium kommt Thomas Steiner, seit 1993 Geschäftsführer der Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA).  Diese managt die Schulden der Republik. Steiner ging 2009 ins Kabinett der damaligen Innenministerin Maria Fekter und folgte ihr als Vize-Kabinettschef ins Finanzmin isterium. Er jobbte auch als Wertpapierhändler bei der UniCredit und ist der Bruder von Stefan Steiner, dem engsten Berater von Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Die ÖVP hätte auch gerne eine Frau im Direktorium gehabt. Qualifizierte Bankerinnen gäbe es ausreichend. Die letzte Frau im Direktorium war die SPÖ-Bankerin Gertrude Tumpel-Gugerell, die auch in der EZB war.

Beworben hatte sich auch der für die Bankenaufsicht zuständige Noch-Direktor Andreas Ittner (ÖVP). Sein Mandat wird nicht verlängert. Er wird stattdessen für einen leitenden Job in der Bankenaufsicht der EZB gehandelt.

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