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© Getty Images/iStockphoto / Ralf Geithe/iStockphoto

Wirtschaft
12/02/2021

Millionenpleite einer Firma für Hygiene- und Desinfektionsmittel

Laut Creditreform hat das Unternehmen 2,045 Millionen Euro Verbindlichkeiten, die Forderung gegen den Kooperationspartner beträgt 1,048 Millionen Euro.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Die Insolvenz der Firma Aquinocare Water Innovations GmbH scheint etwas kurios zu sein. Die Antragstellerin hat mit einem Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen, das nach eigenen Angaben eine spezielle Technologie entwickelt hat, „bei der zur Desinfektion nur natürliche Materialien wie Wasser, Salz und Strom verwendet werden, sodass Desinfektionsmittel von höchster Qualität hergestellt werden können“.

„Die Produkte beinhalten hauptsächlich hypochlorige Säure und verfügen über unterschiedliche pH-Werte. Die mit diesem Prinzip hergestellten Produkten sollten bis zu 99,9 Prozent aller Krankheitserreger mit hoher Effizienz eliminieren“, heißt es im Konkursantrag. Der Kooperationspartner „sollte hypochlorige Säure so herstellen, dass die Lösung viel länger als bisher stabil ist. Die Technologie sollte eine bis zu 24-monatige Haltbarkeit ermöglichen, wodurch Produkte abgefüllt und langfristig verfügbar gemacht werden können.“

In weiterer Folge hat das Unternehmen vom Kooperationspartner einen Produktionsreaktor für die Herstellung der Produkte um 1,048 Millionen Euro erworben.

„Trotz zahlreicher Versuche des Kooperationspartners ist es bis jetzt nicht gelungen, mit dem Produktionsreaktor Produkte herzustellen, die auch vertrieben werden können“, heißt es im Insolvenzantrag weiter.

Dem Vernehmen nach wurde der Kooperationspartner aufgefordert, den Kaufpreis zurückzuzahlen. Was jedenfalls nicht erfolgte. Indes war die Antragstellerin sogar gezwungen bereits ausgelieferte Produkte wieder zurückzunehmen, da die „bedungenen Eigenschaften nicht erfüllt haben".

Am Ende musste Aquinocare mit Sitz in Ohlsdorf die Reißleine ziehen und Konkurs anmelden. Laut Creditreform hat das Unternehmen 2,045 Millionen Euro Verbindlichkeiten, die Forderung gegen den Kooperationspartner beträgt 1,048 Millionen Euro. Das Unternehmen hat auch geplant, Schadenersatzansprüche gegen der Kooperationspartner anzumelden.

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