Mammutverfahren zu «Goldfinger»-Steuersparmodell

© APA/dpa/Sven Hoppe / Sven Hoppe

Wirtschaft
04/16/2020

Corona-Krise: Der neue Run aufs Gold

Heuer werden hochgerechnet bis zu einer Million Unzen verkauft - nach 200.000 im Vorjahr.

Bei der Münze Österreich brummt das Geschäft. Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Goldmünzen und Co trotz des hohen Goldpreises immens gesteigert. Sie liegt derzeit auf dem Niveau der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 bis 2011. Und das wiederum liegt um ein Vielfaches höher, als in den zuletzt wirtschaftlich ruhigeren Zeiten, bestätigt Vorstand Gerhard Starsich im Gespräch mit der APA.

Hohe Nachfrage

"Viele wollen in Edelmetalle investieren. Es gibt eine sehr viel höhere Nachfrage, seit die Krise begonnen hat. Sie ist vergleichbar mit den stärksten Jahren der Wirtschaftskrise", erläutert Starsich und beruhigt zugleich: "Niemand muss Sorge haben, es gibt genug Angebot." Die Lagerbestände hat die Münze im März allerdings allesamt verkauft. Derzeit wird abgegeben, was frisch produziert wird.

Denn die Münze Österreich verkauft nicht nur in Österreich, sondern auch international. Also hat sie im März davon profitiert, dass die südafrikanische Münze und auch die Royal Canadian Mint geschlossen oder Lieferprobleme hatten. So wurde von den Österreichern im abgelaufenen März beispielsweise in Deutschland deutlich mehr abgesetzt, so Starsich.

Zwischenhoch

Die Nachfrage nach Goldmünzen und Gold war im März am höchsten. Sie überstieg jene vom Jänner und Februar um ein Vielfaches. Auch im laufenden April ist die Nachfrage weit höher als vor der Krise - aber im Vergleich zu März auch wieder etwas abgeflaut.

Starsich schätzte nun gegenüber der APA, dass heuer bis zu einer Million Unzen Gold verkauft werden könnten. Im wirtschaftlich guten Jahr 2019, in dem auch die Aktien im Gegensatz zur aktuellen Zeit zulegten, waren es zum Vergleich lediglich 300.000 Unzen, in den Jahren davor rund 800.000 - mit einem Zwischenhoch 2015 mit 1,3 Millionen. Das zuletzt allerstärkste Jahr war 2009 mit zwei Millionen Unzen, so Starsich.

Schlangen vor Lokalen

Dass sich dieser Tage Schlangen vor dem Geschäftslokal in Wien gebildet haben, ist auch darauf zurückzuführen, dass die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden müssen. Dazu kam vorgestern, Dienstag, dass eine neue Sondermünze der sogenannten Ritterserie erschienen ist, die auch viele Menschen kaufen - beispielsweise fürs Enkerl.

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