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Wirtschaft
10/03/2021

Chipkrise setzt den Autofirmen weiter zu

Toyota fährt GM am US-Markt davon. BMW legte in den USA stark zu.

Die am Wochenende vorgelegten Zahlen zum US-Autoabsatz zeigen, wie schwer manche andere Hersteller von dem Chip-Mangel getroffen wurden. So fielen beim größten US-Autokonzern General Motors die Verkäufe im Heimatmarkt um fast ein Drittel auf knapp 447.000 Fahrzeuge, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Toyota konnte dagegen sogar leicht zulegen und liegt nach den ersten neun Monaten des Jahres deutlich vor dem langjährigen Marktführer GM.

Beim japanischen Branchenriesen legte der US-Absatz im dritten Vierteljahr um 1,4 Prozent auf gut 566.000 Fahrzeuge zu. Nach drei Quartalen kommt Toyota nun auf knapp 1,858 Millionen Wagen - und GM liegt bei 1,777 Millionen.

"Probleme im dritten Quartal verschärft"

Der Produktionsausfall in der Autobranche durch den akuten Mangel an Elektronik-Bauteilen nimmt nach Schätzungen von Unternehmensberatern insgesamt immer größere Ausmaße an. "Wir gehen davon aus, dass zehn bis elf Millionen Fahrzeuge in diesem Jahr nicht gebaut werden können", sagte Albert Waas, Partner bei der Unternehmensberatung Boston Consulting, der "Welt am Sonntag".

Auch die Beratungsgesellschaft PwC rechnet laut einem "Spiegel"-Bericht damit, dass 2021 bis zu elf Millionen Autos weniger produziert und verkauft werden als im Vorjahr. "Die Probleme haben sich im dritten Quartal verschärft und werden bis weit in das nächste Jahr andauern", sagte der Leiter des Bereichs Automotive bei PwC, Felix Kuhnert, dem Magazin.

Unterschiedliche Entwicklung

Erst kürzlich hatte die Beratungsfirma Alix Partners geschätzt, dass wegen fehlender Chips der Autobranche in diesem Jahr Einnahmen von gut 210 Milliarden Dollar (179 Mrd Euro) entgehen.

Der US-Absatz deutscher Autohersteller entwickelte sich im vergangenen Quartal unterschiedlich. Bei Volkswagen sank die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 8 Prozent auf 79.321. Die Sportwagen-Tochter Porsche verkaufte mit 15.289 Autos 1,7 Prozent weniger.

BMW legte dagegen in den USA um 8,7 Prozent auf 75.619 Fahrzeuge zu. Seit Jahresanfang setzte der Konzern mit 243.613 Autos sogar 35,4 Prozent mehr ab als in den ersten neun Monaten 2020. Bei Volkswagen steht seit Jahresanfang ein Plus von 29,9 Prozent auf 51.615 Autos in den Büchern.

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