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Wirtschaft
06/14/2019

Chinas Konjunktur-Motor bremst sich ein

Die Produktion in China stieg im Mai nur noch um fünf Prozent.

Die Hinweise auf eine deutliche Konjunkturabkühlung in China verdichten sich inmitten des Handelsstreits mit den USA. Die Unternehmen steigerten ihre Produktion im Mai nur noch um fünf Prozent, wie aus den am Freitag veröffentlichten amtlichen Daten hervorgeht. Das ist der kleinste Zuwachs seit 17 Jahren.

Ökonomen werten das als Beleg dafür, dass der Exportweltmeister unter der schwächeren globalen Nachfrage leidet. Der Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten hatte sich im Mai verschärft, als beide Seiten neue Strafzölle ankündigten.

Auch die Investitionen wachsen langsamer. Von Jänner bis Mai lagen sie nur noch um 5,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Ökonomen waren von einem Plus von 6,1 Prozent ausgegangen.

Dagegen ziehen die Umsätze im Einzelhandel wieder an. Im Mai kletterten sie um 8,6 Prozent zum Vorjahresmonat, nachdem es im April mit 7,2 Prozent das kleinste Plus seit 16 Jahren gegeben hatte. Die Erwartungen von Ökonomen wurden damit betroffen: Sie waren nur von einem Plus von 8,1 Prozent ausgegangen. Allerdings dürfte ein Großteil des Anstiegs auf höhere Preise zurückgehen und nicht auf eine bessere Kauflaune der Verbraucher.