Wirtschaft
23.07.2018

China leitet Untersuchung gegen ausländischen Stahl ein

Anti-Dumping-Prüfung zu Einfuhren aus EU-Ländern und anderen Staaten. Verfahren nach Beschwerde eines inländischen Herstellers gestartet.

Im globalen Stahlstreit hat China eine Anti-Dumping-Untersuchung gegen Einfuhren aus EU-Ländern und anderer Staaten eingeleitet. Wie das chinesische Handelsministerium am Montag mitteilte, wurde nach der Beschwerde eines heimischen Herstellers ein Verfahren gegen einige Sorten rostfreien Stahls aus der EU, Japan, Südkorea und Indonesien gestartet.

Erst vorige Woche hatte die EU neue Sonderabgaben auf Stahlprodukte eingeführt, um europäische Hersteller vor schwerwiegenden Marktverzerrungen durch die neuen US-Zölle zu schützen. Demnach hätten wegen der im März eingeführten US-Sonderzölle in Höhe von 25 Prozent mehr ausländische Stahlerzeugnisse aus China und anderen Ländern ihren Weg nach Europa gefunden. Die EU reagierte deshalb ihrerseits mit einem Zoll von 25 Prozent auf Importe, die nun zusätzlich in die EU gelangen.

In einer separaten Stellungnahme auf Anfrage der dpa rief das chinesische Handelsministerium am Montag die beteiligten Länder dazu auf, den Streit beizulegen und "die chaotische Situation auf dem weltweiten Stahlhandel zu beenden". Alle Seiten sollten sich zurückhalten, um "nicht noch größeren Schaden anzurichten".