Gefälschte Produkte stammen meist aus China

Kosmetik, Spielzeug und Elektronik oft betroffen. Zahlen haben sich seit 2022 verdoppelt.
Chinesisches Frachtschiff mit zahlreichen Containern und modularen Raketenwerfern an Deck.

Die Europäische Kommission hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg an Warnmeldungen für Verbraucherprodukte registriert. Laut dem Bericht des europäischen Warnsystems Safety Gate gingen im vergangenen Jahr 13 Prozent mehr Meldungen ein als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2022 hat sich die Anzahl der Warnmeldungen sogar verdoppelt. In dem Bericht werden keine Meldungen für Arzneimittel, medizinische Geräte, Lebens- und Futtermittel aufgelistet.

Gefälschte Labubus

Europaweit waren 2025 am häufigsten Kosmetikprodukte betroffen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Spielzeug sowie Elektrogeräte und Zubehör. Ein Beispiel für gefährliche Produkte sind gefälschte Labubus: chinesische Plüschtierfiguren, die 2025 weltweit bekannt wurden, bei denen sich im Test die Füße lösten, die Kinder leicht verschlucken könnten. Michael McGrath, EU-Kommissar für Verbraucherschutz, sprach auf der Pressekonferenz zudem über Mähmesser für die Gartenarbeit, bei denen sich während der Nutzung die Klingen lösen könnten.

Mit rund 43 Prozent komme ein großer Teil solcher gemeldeter Produkte aus China. Um die Produktsicherheit bei Importen zu verbessern, plant die EU laut McGrath eine engere Zusammenarbeit mit China. Zudem gebe es ein umfassendes Schulungskonzept, um das Bewusstsein für europäische Vorschriften zu schärfen.

Kommentare