Mit dem Deal in China will der deutsche Autobauer Daimler seine Aufholjagd auf dem wichtigen Markt vorantreiben.

© Deleted - 187155

Autobranche
03/28/2014

Daimler beschließt Milliarden-Deal mit China

Die Auto- und Motorenproduktion soll zusammen mit Bejing Automotive ausgebaut werden.

Der Autohersteller Daimler und sein chinesischer Partner Beijing Automotive (BAIC) unterzeichnen beim Besuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Berlin eine Vereinbarung über rund eine Milliarde Euro. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Freitag aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll die Auto- und Motorenproduktion im Pekinger Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz (BBAC) ausgebaut werden.

Daimler kooperiert seit zehn Jahren mit Beijing Automotive. Im November waren die Stuttgarter mit einer Investition von 625 Millionen Euro bei ihrem Partner eingestiegen und hatten zwölf Prozent an Beijing Motor, dem Pkw-Arm des chinesischen Fahrzeugproduzenten, übernommen. Es war das erste Mal, dass ein ausländischer Autobauer einen größeren Anteil an einem staatlichen chinesischen Hersteller erworben hat.

In ihrem Joint Venture in Peking werden die E- und C-Klasse sowie der Geländewagen GLK gebaut. In nächster Zukunft soll die GLA-Klasse das vierte lokal produzierte Modell werden. Nach den behördlichen Vorschriften dürfen ausländische Hersteller in China nur in Gemeinschaftsunternehmen produzieren.

Opel zieht sich aus China zurück

Wie unterdessen bekannt wurde, zieht sich der deutsche AutobauerOpel, der zum US-KonzernGeneral Motors (GM)gehört, komplett aus China zurück. Ab Jänner 2015 stellt die Marke den Vertrieb in dem Megamarkt ein. "Das ist eine längst überfällige Entscheidung. Es hätte einen hohen dreistelligen Millionenbetrag erfordert, Opel zu mehr Bekanntheit zu führen und das Vertriebsnetz auszubauen", sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann.

Im vergangenen Jahr verkaufte Opel in China nur 4.365 Fahrzeuge. Die GM-Schwestermarke Buick setzte dort rund 810.000 Fahrzeuge ab - darunter viele Modelle aus der gemeinsamen Entwicklung mit Opel.

Gleichzeitig gab die Adam Opel AG nach einer Aufsichtsratssitzung die Stärkung ihres deutschen Stammsitzes Rüsselsheim bekannt. In den kommenden Jahren sollen ein neues Opel-Modell sowie ein Buick für den US-Markt am Firmensitz vom Band laufen. Investitionen von 245 Millionen Euro seien geplant. Details zu dem neuen Modell will das Unternehmen zwar aus Wettbewerbsgründen erst zum Jahresende nennen. Medien wie die "Autobild" haben aber spekuliert, dass es sich um einen großen Crossover - also einer Mischung aus Limousine und SUV - als zweites Flaggschiff neben dem Insignia handeln könne.

Dongfeng will Kooperation ausbauen

Auch bei Peugeot tut sich Neues auf: Der chinesische Peugeot-Partner Dongfeng erwägt einen Ausbau der Zusammenarbeit mit dem französischen Autobauer. Sie könne auf Brasilien oder Russland ausgeweitet werden, sagte Dongfeng-Verwaltungsratschef Xu Ping am Freitag. Die Partnerschaft müsse nicht auf den asiatisch-pazifischen Raum beschränkt werden. Das sei nur der Ausgangspunkt.

Dongfeng war erst kürzlich bei dem kriselnden Traditionskonzern eingestiegen (mehr dazu). Die bereits bestehende Kooperation der beiden Firmen in China soll ausgebaut, der Absatz dort ab 2020 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge verdreifacht werden. Gemeinsam wollen Dongfeng und Peugeot auch Autos nach Südostasien exportieren, wo ein Anziehen der Pkw-Nachfrage in den kommenden Jahren erwartet wird.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.