DAX at all-time high

© EPA / ARMANDO BABANI

Wirtschaft
05/11/2020

Angst vor neuer Corona-Infektionswelle setzt den Börsen zu

Die Furcht vor einer neuen Infektionswelle trübe die Stimmung auch am Rohölmarkt.

Die Furcht vor einer zweiten Coronavirus-Infektionswelle bereitet der Erholung der europäischen Börsen ein vorläufiges Ende. „Wir sind uns alle bewusst, dass die Wiedereröffnung der Wirtschaft deutlich schwieriger wird als ihre Schließung“, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

Dax und EuroStoxx50 verloren am Montag nach anfänglichen Gewinnen jeweils ein knappes halbes Prozent auf 10.862 und 2896 Punkte. Sorgen bereiteten Börsianern die wieder erhöhte Ansteckungsrate in Deutschland und die wieder steigenden Infektionszahlen in Südkorea.

„Statt neuer Lockerungen könnten erneute Restriktionen folgen“, warnte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Länder, die noch immer an den strikten Maßnahmen festhalten, dürften deshalb genau wie die Investoren die Situation in den kommenden Tagen genau verfolgen.“ Dies trieb einige Investoren in den „sicheren Hafen“ Gold. Die „Antikrisen-Währung“ verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 1707,19 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Die Furcht vor einer neuen Infektionswelle trübe die Stimmung am Rohölmarkt, sagte Volkswirt Howie Lee der Bank OCBC. „Das Letzte, was die Leute wollen, ist ein erneuter Lockdown.“

Andere Börsianer wiesen darauf hin, dass außerdem das anhaltende Überangebot auf den Kursen laste. Wegen der Pandemie ist die Nachfrage in den vergangenen Monaten um etwa ein Drittel eingebrochen. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich am Montag um knapp drei Prozent auf 30,07 Dollar je Barrel (159 Liter).Daneben brach der Bitcoin-Kurs um gut 15 Prozent auf 8494,72 Dollar.

„Ein Teil der Anleger scheint wenige Stunden vor dem 'Halving' kalte Füße zu bekommen“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Mit „Halving“ bezeichnen Experten die automatische Halbierung der Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum durch „Schürfen“ neu geschaffen werden kann und Inflation verhindern soll. Seit Mitte März hatte sich derKurs der ältesten und wichtigsten Cyber-Devise fast verdreifacht.

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