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Wirtschaft
10/03/2019

Abflug aus Wien: Die Flugziele mit den größten Verspätungen

Wer von der Bundeshauptstadt aus verreist, muss teils lange Verzögerungen und Ausfälle in Kauf nehmen.

von Robert Kleedorfer

Die meisten Verspätungen und Ausfälle – von österreichischen Flughäfen ausgehend – gibt es auf der Flugstrecke von Wien nach Lissabon: Im Durchschnitt starten acht von zehn Flügen (80 Prozent) nicht nach Plan (Erhebungszeitraum Jänner bis Ende August). Das zeigt eine Erhebung des Fluggastrechte-Portals AirHelp. Bedient wird diese Strecke täglich zwei Mal von der portugiesischen Linie TAP sowie drei Mal in der Woche vom ungarischen Billigflieger Wizz Air.

Zweitere ist laut AirHelp die insgesamt pünktlichste Fluglinie, die Österreich anfliegt. Turkish Airlines, Swiss und KLM sind generell am unpünktlichsten, Austrian landet hier auf Rang zehn.

Auf der Route nach Chisinau, der Hauptstadt Moldaus, kommt es laut Analyse ebenfalls zu vielen Problemen. Sieben von zehn Flügen (72 Prozent) sind im Durchschnitt verspätet oder fallen aus. Die Strecke wird elf Mal in der Woche von Austrian und zwei Mal von Air Moldova bedient.

Die drittmeisten Probleme erwarten Passagiere auf der Reise nach Athen (13 Mal in der Woche mit Austrian, neun Mal mit Aegean). Unter den zehn Strecken mit den meisten Flugproblemen liegen fünf außerhalb Europas (siehe Grafik).

Salzburg und Innsbruck

Die einzige Verbindung der Erhebung, die nicht in Wien startet, ist die Strecke von Salzburg nach Istanbul. Auf der Route sind knapp die Hälfte aller Flüge unpünktlich (Platz 12). Auf Rang 16 liegt übrigens die Verbindung Wien-Innsbruck. Auf der Strecke sind 46 Prozent aller Flüge von Verspätungen oder Ausfällen betroffen.

Deutlich weniger Probleme gibt es bei Flügen zu klassischen Umsteige-Flughäfen: Brüssel (37,5 Prozent), Barcelona (37,0 Prozent), London Heathrow (33,3 Prozent), Paris Orly (29,9 Prozent), Madrid (24,3 Prozent) oder Frankfurt/Main (17,7 Prozent).

Generell nehmen laut AirHelp Verspätungen und Ausfälle in Österreich deutlich zu. Waren im Jahr 2014 noch 16.900 Flugbewegungen betroffen, so waren es im Vorjahr schon 33.600. Die Gesamtanzahl an Flugbewegungen erhöhte sich jedoch nur um 4,1 Prozent.

Gründe

Die Ursachen für die Verspätungen sind vielfältig. Vor allem im Sommer kommt es immer häufiger zur Überlastung des Luftraums. Heuer standen zudem auch öfters Arbeitsniederlegungen auf dem Programm. Unwetter oder medizinische Notfälle werden vom Gesetz her als außergewöhnliche Umstände bewertet. Das bewirkt, dass die Airline in diesen Fällen von der Kompensationspflicht befreit wird. Diese kann abhängig von der Dauer der Verspätung und Fluglänge bis zu 600 Euro je Passagier betragen (bis zu drei Jahre rückwirkend). „AirHelp unterstützt Flugreisende ihre Ansprüche durchzusetzen, wenn nötig auch vor Gericht“, sagt Sprecherin Laura Kauczynski.

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