Golf-Ass Straka will bei den US Open Österreichs Rekord brechen

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Wiesberger war 2017 auf Platz 16, der 32-jährige Sepp Straka ist gut in Form und nach dem 3. Platz in Dublin/Ohio voller Selbstvertrauen.

Zusammenfassung

  • Sepp Straka strebt ein neues österreichisches Topergebnis bei den US Open an, um Bernd Wiesbergers 16. Platz von 2017 zu übertreffen.
  • Straka zeigt starke Form mit zwei Saisonsiegen und ist in der Weltrangliste auf Platz acht, aber große Favoriten sind Scheffler, McIlroy und Titelverteidiger DeChambeau.
  • Der Oakmont Country Club gilt als einer der schwierigsten Plätze, auf dem Straka seine US Open-Premiere gibt und unter die Top 15 kommen möchte.

Gute Form, schon zwei Saisonturniere gewonnen und die Nummer acht der Golf-Welt: Die Aussichten von Sepp Straka für einen starken Auftritt bei den am Donnerstag beginnenden US-Open sind durchaus rosig. In der Szene fällt der Name des 32-Jährigen bei der Suche nach einem möglichen neuen Major-Gewinner früh. Die großen Favoriten sind mit dem Weltranglistenersten Scottie Scheffler, Rory McIlroy oder Titelverteidiger Bryson DeChambeau trotzdem andere.

Erstmals seit 2016 und zum insgesamt zehnten Mal wird das Majorturnier wieder im Oakmont Country Club in Pennsylvania ausgetragen. Auf einem Platz, der mit seinen strafenden Roughs, engen Fairways und nervenaufreibenden Grüns als schwierigster in den USA und für DeChambeau etwa als "härtester weltweit" gilt. Straka gibt auf dem Par-70-Kurs unter 156 Teilnehmern seine Premierenvorstellung. Bei den US Open tritt er zum fünften Mal an und das mit ganz klaren Zielen vor Augen.

Fünfter US-Open-Start für Straka

Einerseits soll sein bisher bestes Abschneiden, das seit seiner Premiere 2019 ein 28. Platz ist, verbessert werden, andererseits auch ein neues österreichisches Topergebnis erzielt werden. Dafür müsste Straka unter die Top 15 kommen, womit er Bernd Wiesberger (16. im Jahr 2017) ablösen würde. Vergangenes Jahr beendete er die US Open trotz eines genialen Hole-in-Ones nur als geteilter 56., war damit aber immerhin erfolgreicher als in den beiden Jahren davor, in denen er den Cut verpasst hatte.

Auf US-amerikanischem Boden hat Straka heuer schon das mit 8,8 Millionen Dollar dotierte Turnier in La Quinta (Kalifornien) am 19. Jänner und die mit 20 Millionen Dollar dotierte Truist Championship in Philadelphia am 11. Mai gewonnen und damit seine Karriere-Bilanz auf der PGA Tour auf vier Titel geschraubt. Doch auch in jüngster Zeit lief es für den gebürtigen Wiener sehr gut. Platz drei beim Signature Event in Dublin/Ohio darf als gelungene US-Open-Generalprobe eingestuft werden. Der kurzzeitige Vorstoß in der Rangliste auf ein Allzeithoch von Platz sieben war die Folge, aktuell liegt er auf Rang acht.

Straka in PGA-Statistiken vorne

"Ich habe dort zwar noch nie gespielt, aber die Bedingungen sind sehr ähnlich. Wenn man die Fairways nicht erreicht, hat man vom Rough aus keine Chance", hatte Straka nach seinem Auftritt in Dublin gesagt. Grundsätzlich lerne er viel aus dem Kampf um die Topplätze. "Je öfter man in solchen Drucksituationen ist, desto mehr lernt man. Da habe ich mich verbessert." Dass mit dem Ryder-Cup-Champion von 2023 zu rechnen ist, unterstreicht auch ein Blick auf PGA-Tour-Statistiken der laufenden Saison.

Straka ist im Birdie-Durchschnitt genauso Erster wie im Anteil der Grüns in Regulation. Bei den insgesamt erzielten Schlägen ist er auf Position zwei zu finden. Wenig verwunderlich daher, dass das ÖGV-Ass bei der Frage nach einem möglichen neuen Siegergesicht auf Majorebene - seit Brian Harman bei der Open Championship 2023 hat es keines mehr gegeben - genannt wird. Daneben fallen auch Namen wie Tommy Fleetwood (ENG), Marc Leishman (AUS), Patrick Cantlay oder Sam Burns (beide USA).

Scheffler großer Gejagter

Zu schlagen gilt es vor allem Scheffler, der zwar schon 16 PGA-Tour-Turniere gewonnen hat, die US Open aber noch nie. Vergangenes Monat triumphierte der US-Amerikaner bei der PGA Championship und damit zum dritten Mal bei einem Majorevent. Auch in Dublin war er zuletzt nicht zu biegen. McIlroy komplettierte im April mit dem Gewinn des Masters seinen Karriere-Grand-Slam. Bei den US Open war der Nordire zuletzt zweimal Zweiter.

DeChambeau möchte als erster Golfer seit Brooks Koepka 2018 seinen US-Open-Titel erfolgreich verteidigen. Es wäre sein dritter Triumph, schon 2020 hat er den Titel geholt. In seinen jüngsten sechs Majorturnieren schaffte er fünfmal den Sprung unter die Top sechs. Ebenfalls gute Chancen dürfte British-Open-Gewinner Xander Schauffele haben, der 31-Jährige hatte 2024 bei der PGA Championship und der Open Championship triumphiert. 

Erwartet wird ein neuer Preisgeldrekord, 2024 war schon mit 21,5 Millionen Dollar eine neue Bestmarke aufgestellt worden.

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