Polizist im Pilnacek-U-Ausschuss widerspricht Tatort-Ärztin

Im Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek widerspricht ein Polizist der Ärztin. Erinnerungslücken bleiben.

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Causa Christian Pilnacek wurde am Mittwoch mit einer weiteren Befragungsrunde fortgesetzt. Im Mittelpunkt standen zwei Polizisten, die zum Fundort des Leichnams des früheren Justiz-Sektionschefs am Donau-Seitenarm in Rossatz (NÖ) gerufen worden waren.

Gleich zu Beginn widersprach der erste befragte Beamte der Darstellung der Ärztin, die zum Tatort gerufen worden war: Nach seinem Eindruck habe es sehr wohl eine Leichenschau in ihrer Anwesenheit gegeben. Damit steht seine Aussage in direktem Widerspruch zu früheren Schilderungen derselben Zeugin. 

Der Kremser Polizist zeigte sich insgesamt eher wortkarg und erklärte, dass er sich an viele Details nicht erinnern könne. Ungewöhnlich sei ihm am Fundort aber nichts vorgekommen, auch wenn er einschränkte, „keine Leiche sei wie die andere“.

Die Fraktionen im Ausschuss reagierten nach diesen Befragungen nur bedingt zufrieden. Kritische Fragen bleiben offen, etwa zur Vorbereitung der Auskunftspersonen: Zuletzt wurde auch öffentlich über interne Schulungen für einige Zeugen diskutiert.

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