TikTok-Datenkrake? Warum diese Neuerung für heftige Kritik sorgt

Der neue Reiter Local Feed soll auf TikTok Usern ermöglichen, mehr lokale Angebote und Content zu entdecken. Im Netz wird die Neuerung kritisiert.
Handy mit TikTok-Account.

Die neue TikTok-Funktion des Local Feeds wird testweise in den USA ausgerollt. Wie die Video-Plattform erklärt, soll man in dem Reiter einen Lokalen Feed erhalten, der mehr Einblicke in Content, Angebote, Unternehmen oder Dienstleistungen in der Umgebung anbietet. User auf Social Media sind von der Idee alles andere als begeistert. Die Mehrheit sorgt sich um den Datenschutz. 

Was ist Local Feed? 

Der Local Feed ist ein neuer Reiter auf der TikTok-Startseite, der Nutzern helfen soll, mit ihrer Community in Kontakt zu bleiben. Außerdem ermöglicht er, zu entdecken, was in der Nähe der User los ist. So kann man sich in diesem Tab Tipps und Inspirationen zu Reisen, Veranstaltungen, Restaurants und Shopping holen, sowie Beiträge von Kleinunternehmen sehen. Die Plattform möchte so den kleineren Unternehmen helfen, ihr Geschäft anzukurbeln.

"Die Beiträge im Lokalen Feed werden Nutzern basierend auf Standort, Thema und Veröffentlichungsdatum angezeigt, sodass sie leichter herausfinden können, was in ihrer Umgebung passiert", heißt es auf der offiziellen Webseite

Welche Inhalte werden im Local Feed nicht angezeigt? 

  • TikTok betont, dass Accounts, die von Usern unter 18 Jahren geführt werden, nicht im Local Feed erscheinen.
  • Auch private Konten von Nutzern, deren Beitragseinstellungen auf "Freunde" oder "Nur du" eingestellt sind, werden ebenfalls nicht angezeigt.
  • Wenn der Standort für die Applikation auf "Aus" gestellt ist, erscheint der eigene Content ebenfalls nicht im Reiter. 

Die Funktion soll laut dem Unternehmen nur genutzt werden können, wenn die Befugnis über den Standort über die Einstellungen erteilt wurde.

Kritik an neuem Feature

Auf X äußerten sich zahlreiche Nutzer darüber, dass die neue Funktion weiterhin mit dem Standort verbunden sein soll. Obwohl man die Wahl hat, ob man seinen Standort in der Applikation freigibt oder nicht (man kann die Offenlegung in den Einstellungen widerrufen), sind viele Nutzer beunruhigt. "Ich musste mein TikTok-Profil aufgrund der neuen Änderungen auf privat stellen", postete @StellaLuna5555 auf X. "Ich möchte nicht, dass irgendjemand weiß, in welcher Stadt ich lebe", beschwerte sich Nutzerin @CherriFireLive.

User warnen vor "Standort-Falle"

Nutzer weisen darauf hin, dass laut den Datenschutzrichtlinien des sozialen Mediums auch das Ausschalten des Standortes keine Option sei, da der lokale Feed immer noch durch die IP-Adresse des Gerätes auf einen ungefähren Standort zugreifen können. 

Auf X empfehlen zahlreiche User, auf ein Virtual Private Network (VPN) zurückzugreifen. Dieses verschlüsselt die IP-Adresse und verhindert, dass die Plattform den Standort lesen kann.

Wann genau das neue Feature in Österreich verfügbar sein wird, ist bis dato unklar. 

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