Style
09.08.2018

Studie: So negativ wirkt sich enge Unterwäsche auf Spermien aus

In einer Untersuchung konnten die Unterschiede zwischen Unterhosen- und Boxershorts-Trägern festgestellt werden.

Auch wenn sie seit Jahren in Mode ist: Enge Unterwäsche ist, zumindest wenn es um die Reproduktions-Fähigkeit geht, nicht unbedingt empfehlenswert. Laut einer aktuellen Studie, die im Fachmagazin Human Reproduction veröffentlicht wurde, haben Männer, die locker sitzende Boxershorts tragen, eine höhere Spermien-Konzentration als als jene, die lieber zu körperbetonten Modellen greifen.

25 Prozent höhere Spermienkonzentration

Im Gegensatz zu vorangegangenen Studien zu diesem Thema wurde bei dieser eine deutlich größere Personengruppe untersucht. 656 Männer im Alter zwischen 18 und 56 Jahren gaben jeweils eine Samen- und Blutspende ab und wurden zu ihren Präferenzen bezüglich Unterwäsche-Stil befragt.

53 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie meist Boxershorts tragen. Diese hatten eine um 25 Prozent höhere Spermien-Konzentration und um 17 Prozent höhere Spermien-Menge als jene Männer, die kaum zu Boxershorts griffen. Der größte Unterschied konnte zu jenen festgestellt werden, die Slips tragen.

Zwar könne man laut den Wissenschaftern nicht beweisen, dass die Art der Unterwäsche die qualitativen Spermien-Unterschiede bedingt, jedoch gebe es eine Assoziation. Auch der Stil der Hose (z.B. enge Jeans) oder das Material der Unterwäsche könne sich auf die Ergebnisse auswirken. "Da Männer den Typ ihrer Unterwäsche anpassen können, könnten diese Ergebnisse hilfreich sein, um die männliche Hodenfunktion zu verbessern", sagte Studienleiterin Lidia Mínguez-Alarcón.