Dirndln von Lena Hoschek

© /Lupi Spuma

Trachtenzeit
09/15/2014

Aufgebrezelt

Dirndl und Lederhose haben nicht nur beim Oktoberfest Hochsaison.

Sehen und gesehen werden – so lautet das Motto nicht nur beim Oktoberfest in München, sondern auch bei zahlreichen Kirtagen und ab 25. September auf der Wiener Wiesn. Da heißt es rein ins Dirndl und in die Lederhose, dazu die passenden Accessoires angelegt, die Haare kunstvoll geflochten und los geht’s.

Dirndlpop

Traditionelle Tracht ist gut, aber längst nicht mehr ein Muss – sie ist im Wandel begriffen. Gabriela Urabl vom Wiener Label Dirndlherz ist für ihre ausgefallenen Kreationen bekannt und erklärt die Macht der Tracht sowie ihre Vorteile: "Ein Dirndl steht beinahe jeder Frau. Das Mieder schnürt sie in Form. Da ist es egal, ob die Frau einen Busen hat oder nicht, es ist einfach sexy."

Dass sich immer mehr junge Leute für Tracht begeistern, wundert Urabl nicht: "Ich glaube, dass diese Art von Kleidung eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl schafft. Wenn zehn Frauen im Dirndl dastehen, herrscht eine ganz andere Stimmung, als wenn die gleichen in ihrer Alltagskleidung unterwegs sind." Allerdings warnt die Designerin vor der Gefahr, allzu kostümiert zu wirken – zu viel ist kontraproduktiv. Außerdem: "In einem Dirndl darf man nicht gschamig sein, man braucht schon Selbstbewusstsein, sonst sieht man verkleidet aus."

Alltagstauglich

Um alles andere als Verkleidung geht es auch den beiden Brüdern Stefan und Peter Teufelsberger. Abgeleitet von ihrem Nachnamen gründeten die gebürtigen Oberösterreicher Anfang des Jahres das Label Devilskins, unter dem sie moderne, bunte Lederhosen ohne jegliche Schnörkel vertreiben. Begonnen hat alles damit, dass Stefan, der jüngere der beiden, auf der Suche nach einer alltagstauglichen Lederhose war. Eine aussichtslose Suche zwischen kitschigen Stickereien und langweiligen Brauntönen.

Schließlich gingen sie im Juni mit ihrem Shop unter www.devilskins.at online. „Uns geht es nicht um die Tracht an sich oder um das Verkleiden für eine Veranstaltung“, erklärt Peter Teufelsberger ihre Ambitionen. „Die Lederhose war einmal die Blue Jeans des Alpenraums und das nicht ohne Grund. Wir wollen aus ihr ein modernes Lifestyle-Produkt und sie wieder alltagstauglich machen. Aber vor allem wollen wir die Lederhose von diesem Faschingseffekt und Patriotentouch wegbekommen.“

How to flecht

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