Missbrauchs-Klage: "Zurück in die Zukunft"-Star soll Frau als Sklavin gehalten haben

Eine Frau wirft dem Schauspieler vor, sie manipuliert, sexuell missbraucht, kontrolliert und geschlagen zu haben.
Crispin Glover

Der US-amerikanische Schauspieler Crispin Glover wurde vor allem durch seine Rolle als George McFly im Film "Zurück in die Zukunft" bekannt. Aktuell sorgt eine aufsehenerregende Klage gegen ihn für Schlagzeilen: Eine Ex-Freundin wirft ihm vor, sie in seinem Haus als "Sexsklavin" gefangen gehalten zu haben. 

Klage: Crispin Glover soll Frau missbraucht haben

Laut Gerichtsunterlagen, die dem Promiportal Page Six vorliegen, behauptet die Frau, die in den Akten anonym bleibt und als Jane Doe bezeichnet wird, dass sie 2024 von dem Schauspieler unter falschen Vorwänden missbraucht worden sei. In der Klage gehe unter anderem um "Körperverletzung, Betrug und unrechtmäßige Zwangsräumung". "Herr Glover lockte Jane Doe zunächst mit falschen Versprechungen und manipulierte sie, sodass sie ihr Zuhause und ihre Habseligkeiten in Großbritannien aufgab, um als seine Assistentin in der Unterhaltungsindustrie zu arbeiten", heißt es Page Six zufolge in der Klage.

Der heute 61-Jährige soll Doe angeblich eine Unterkunft und einen Job versprochen haben. "Als Frau Doe jedoch auf das Angebot einging, ihre Zelte [in England] abzubrechen und nach Los Angeles zu ziehen, geriet sie in eine beunruhigende Situation, in der Herr Glover ihre Handlungen kontrollieren, ihren Aufenthaltsort überwachen und sie im Grunde genommen als seine Lebensgefährtin/Sexsklavin halten wollte", heißt es in den Unterlagen weiter.

Der Klage zufolge soll Glover die Frau später "rechtswidrig vertrieben" haben, nachdem sie "deutlich gemacht hatte, dass sie sich nicht einfach den zunehmend bizarren und unangemessenen Forderungen von Herrn Glover fügen würde".

Doe wirft dem Schauspieler außerdem vor, sie brutal attackiert zu haben, als sie versuchte, das Haus wieder zu betreten, um ihre Habseligkeiten und ihre Katze zu holen. Glover habe sie angeblich angegriffen, am Hals gepackt und im Schwitzkasten gewürgt. Von dem Überfall habe die Klägerin eine sichtbare Wunde und Narbe am Hals davongetragen.

Als sie später versuchte, ihre Rechte durchzusetzen, soll der Filmstar angeblich eine falsche Polizeianzeige erstattet und einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen sie gestellt haben. Doch "selbst nachdem er sie geschlagen und falsche rechtliche Schritte gegen sie eingeleitet hatte, belästigte Herr Glover Jane Doe weiterhin und verfolgte sie sexuell", wird in den Gerichtsdokumenten behauptet. 

Crispin Glover weist Anschuldigungen zurück

Ein Vertreter des "Zurück in die Zukunft"-Stars wies die Anschuldigungen "auf das Schärfste" als unbegründet zurück. "Tatsächlich war Herr Glover am 2. März 2024 Opfer eines unprovozierten schweren tätlichen Angriffs durch Jane Doe in seiner Wohnung in Los Angeles. Herr Glover rief die Polizei von Los Angeles, die zum Tatort kam, Ermittlungen durchführte und Jane Doe festnahm", zitiert TMZ aus dem offiziellen Statement. "Diese Tatsachen sind durch die Akten der Strafverfolgungsbehörden und durch die einstweilige Verfügung dokumentiert, die Herr Glover damals gegen Jane Doe beantragt hat."

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