Weitere Hochzeit bei Schwedens Royals?

Prinz Carl Philip scheint es ernst mit dem Dessous-Model Sofia Hellqvist zu sein: ganz entgegen royalen Sitten lebt er mit seiner nicht standesgemäßen Freundin außerhalb des Hofprotokolls.

Die Liebesbande zwischen Schwedens Prinzen Carl Philip (31) und dem modelnden Soapstar Sofia Hellqvist (26) scheinen nach über einem Jahr Anbandelung fest gezurrt - was dafür spricht? Der Prinz pfeift schlichtweg auf das stenge höfische Protokoll, was beinhaltet, dass (nicht standesgemäße) Amouren nur in den Gazetten stattfinden, aber nicht im engen Kreis der Königsfamilie. Auch Kronprinzessin Victoria kämpfte lange - über zehn Jahre - um die Akzeptanz ihrer Liebe zu ihrem nunmehrigen Mann Daniel. Carl Philip scheint seine Sofia (im Bild) aber nicht lange auf die Warteliste setzen zu wollen - sondern überspringt Etikette und Regeln des Hofes, um seiner Liebe eine Chance zu geben. Was bedeutet: Viel private Zeit mit Sofia zu verbringen - ohne Bodyguards, ohne Geheimhaltung seiner Beziehung vor dem öffentlichen Auge. (Dieses Auge sieht alles.) Der Mann ist aber nicht unbedingt mutig zu nennen, da Carl Philip was sein Ansehen als potentieller Thronfolger betrifft, eigentlich nichts zu verlieren hat. Sein Vater Carl Gustaf wird trotz Abdankungsunkenrufen nicht so bald das Szepter abgeben und dann kann er sich auf eine lange Regierungsära seiner Schwester Victoria gefasst machen. So steht es Carl Philip eigentlich frei, sein Privatleben nach seinem Geschmack zu gestalten. Und das eben mit einer nicht standesgemäßen Ehefrau. Aber Standesdünkel scheinen in den höchsten royalen Kreisen sowieso Schnee von gestern - siehe Kate Middleton oder Charlene Wittstock, die den erlauchten Kreisen von Geburts wegen unerreichbar fern schienen. So auch im Fall Sofia Hellqvist: Erst kürzlich begleitete Carl Philip sein Unterwäsche-Model auf die Hochzeit ihrer Jugendfreundin Anna Nystrom nach Sollerö. Die Hochzeitgesellschaft war über das unprätentiöse Auftreten des Prinzen positiv überrascht, wie ein Hochzeitsgast der Tageszeitung Dalarnas Tidningar berichtet: "Wir haben keine Bodyguards gesehen. Er war wie einer von uns". Gefeiert wurde angeblich gemeinsam bis spät in die Nacht. Dennoch: Die Beziehung "Prinz und Model" lässt die angespannte Familienatmosphäre nach König Carl Gustafs ans Tageslicht gekommenen Sexeskapaden auch nicht besser werden...

Hier im Bild: Norwegens Kronprinz Haakon und Carl Philip. Erst vergangene Weihnachten gab es eine gesalzene Familienkrise unterm Christbaum: Ein harmonisches Weihnachtsfest im engsten Kreise der Familie war für Schwedens Royals ernsthaft in Gefahr. Königin Silvia, ganz Grand Dame, hat die medial ausgeschlachteten Sexeskapaden ihres Mannes zwar nach Außen hin mit Fassung getragen, doch hatte sie Konsequenzen gezogen, die König Carl Gustaf nicht gefallen haben dürften: Der schwedische König bekam vorweihnachtliches Ausgeh- und Kontaktverbot zu demjenigen Freundeskreis, mit dem Carl Gustaf seinem Parallelleben im Rotlichtmillieu frönte. Auch Prinzessin Madeleine - sie weilt noch in New York - stellte für ihren Weihnachtsbesuch bei der Familie eine Bedingung: Sie reise nur an, wenn eben die Freundin ihres Bruders, Bikinimodel Sofia Hellqvist, nicht mit der Familie feiern würde. 

Hier im Bild: Prinzessin Madeleine und ihr Bruder Carl Philip. Prinz Carl Philip und Sofia sind seit Juli dieses Jahres ein Paar - dies wurde auch von Nina Eldh, der Sprecherin der Königsfamilie bestätigt, was zwar als offizielles Ok von Seiten des Königspaares zu werten ist, aber einen Keil zwischen die Geschwister Madeleine und Carl Philip getrieben hat. Als nicht standesgemäß bezeichnet Madeleine die Freundin ihres Bruders. Was ein wenig altmodisch und widersprüchlich anmutet, wenn man bedenkt, dass ihre ältere Schwester, Kronprinzessin Victoria, ihren ehemaligen Fitnesstrainer geheiratet hat.

Hier im Bild: Sofia Hellqvist. Die geschwisterlichen Bande zwischen Madeleine und Carl Philip galten immer als besonders eng, sind aber seit der "Messaliance" deutlich abgekühlt. Madeleine ging sogar so weit, die langjährige Ex-Freundin ihres Bruders, Emma Pernald, zu einer ihrer engsten Vertrauten zu machen. 

Hier im Bild: Emma Pernald (hinter Madeleine). Prinzessin Madeleine im Zentrum. Auch auf der diesjährigen Verleihung des Nobelpreises konnte Schwedens Königsfamilie kaum verbergen, dass der Haussegen ob Carl Gustafs Geheimleben mehr als schief hängt: 

Prinzessin Madeleine erschien aus Protest dem Vater und aus Solidarität ihrer Mutter Königin Silvia gegenüber erstmals nicht zur Zeremonie. Der für gewöhnlich strahlenden Königin schien das Lächeln während der Preisverleihung an der Seite Ihres Mannes völlig abhanden gekommen zu sein. Zu tief sitzt die Kränkung ob der Sexaffären Carl Gustafs. Silvia wusste zwar seit jeher über die Affären ihres Mannes Bescheid, doch deren Veröffentlichung in Form eines Buches und bestätigende Interviews einer Ex-Gespielin des Königs, der Sängerin Camilla Henemark, haben offensichtliche Spuren bei Silvia hinterlassen. Kronprinzessin Victoria hatte an der vergangenen Nobelpreisverleihung noch zusätzlich mit einem ganz anderen Problem, vielmehr mit einem Protokollfehler zu kämpfen: Prinz Daniel wurde fälschlicherweise hinter Victoria platziert, obwohl sein Platz eigentlich der neben seiner Frau gewesen wäre. Während Schwedens Königsfamilie also damit beschäftigt war, auf dem eigenen Empfang zumindest Haltung zu bewahren... und einen guten Job zu machen...


Hier im Bild: Kronprinzessin Victoria und der Nobelpreisträger 2010 für Chemie, der Japaner Ei-ichi Negishi. ... blieb Victorias kleine Schwester Madeleine in New York, um für die von Königin Silvia gegründeten World Childhood Foundation zu arbeiten. So lautet zumindest die dünne offizielle Erklärung für Madeleines Absenz von der Nobelpreisverleihung 2010. Laut der Zeitung Expressen soll Madeleines Distanz zur Familie, speziell zu König Carl Gustaf, einen guten Grund haben: denn es war angeblich ihr Vater, der sie im April dieses Jahres dazu zwang ihre Verlobung mit dem untreuen Jonas Bergström zu lösen. Er, der Vater, der es mit der Treue selbst nie genau nahm. 

Hier im Bild: Madeleine und Königin Silvia. Trotz des Grolls ihrem Vater gegenüber scheint sich Madeleine von der Trennung ihres Beinahe-Ehemanns - die Hochzeit hätte im Herbst dieses Jahres stattfinden sollen - gut gefangen zu haben. Was auch an ihrer momentanen Wahlheimat New York liegt, wohin sie nach dem Trennungsdrama im Sommer floh. "Die Stadt macht irgendwas mit einem. Man hat keine Zeit, über traurige Dinge nachzudenken. Jeder hier schaut nach vorne und denkt positiv", so Madeleine in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit Dagens Industri. 

Hier im Bild: Madeleine mit ihrem Schwager Prinz Daniel.
(KURIER.at / nv) Erstellt am
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