Tom Cruise

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Mission-Impossible-Star
07/22/2015

Tom Cruise: Der unbeliebte Superstar

Der Sonnyboy, Schauspieler und Scientologe hat Höhen und Tiefen hinter sich.

Seine 53 Jahre merkt man Tom Cruise kaum an. Dennoch: Der in ärmlichen Verhältnissen groß gewordene Tom hatte schon einige Höhen - in den letzten Jahren aber auch Tiefen - in seiner Karriere.

Am 3. Juli 2012, als er fünfzig wurde, dürfte ihm nach der Scheidung von Katie Holmes wohl nicht gut zumute gewesen sein.

Eingefleischte Fans von dem kleinen Mann mit dem netten Lacher sind nicht leicht auszumachen. Dafür ist er zu exzessiv auf Oprah Winfreys Couch herumgehüpft und hat einmal zu oft von Scientology geschwärmt.

Dennoch machte sich Cruise mit 2011 seinem vierten "Mission: Impossible" Teil wieder zu einem der mächtigsten und bestverdienenden Schauspielern der Welt. Er schien wieder so gefragt wie in seiner früheren Glanzzeit in den 80er und 90er Jahren, als er Schlag auf Schlag Hits lieferte: 

"Die Farbe des Geldes", "Cocktail", "Rain Man" (Bild), "Geboren am 4. Juli", "Tage des Donners", ...

"Eine Frage der Ehre", "Die Firma" (Bild) ...

... und 1996 die erste "Mission: Impossible": Sein Drahtseilakt beim Einbruch in das CIA-Hauptquartier in Langley ist längst legendär.

Vor wenigen Jahren war sein Stern dann aber auf einen Tiefpunkt gesunken. Durch seine offensive Scientology-Mission und die übereifrigen Liebesbeweise für Kollegin Katie Holmes geriet er in schlechtes Licht. 

Die entflammte Liebe zu der 17 Jahre jüngeren Schauspielerin hatte Cruise 2005 mit gekünstelten Freudenhopsern auf dem Sofa von Talkmasterin Oprah Winfrey enthüllt. Heute ist die in den Medien zelebrierte Beziehung Geschichte. Katie Holmes reichte die Scheidung ein.

So offenherzig hatte sich der als eher distanziert geltende Cruise bei seiner Ex-Ehefrau Nicole Kidman nicht gegeben.

Als sich Cruise und Holmes in einer streng abgeschirmten Trutzburg bei Rom im November 2006 das Ja-Wort gaben, war Töchterchen Suri schon ein halbes Jahr alt. Für die Klatschpresse war die Ehe stets ein gefundenes Fressen. 

Mal war die Luxus-Garderobe der sechsjährigen Suri auf dem Prüfstand, mal der Gefühlszustand ihrer Mutter.

Sein strahlendes Lächeln musste sich Cruise 2008 verkneifen, als er in Berlin den Stauffenberg-Film "Operation Walküre" vorstellte. Dass ein Hollywood-Star und bekennender Scientologe den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielt, war in Deutschland umstritten. 

Es gab Unfälle und Pannen am Set, Querelen um die Genehmigung für Aufnahmen im historischen Berliner Bendlerblock. Der Starttermin wurde dreimal verschoben. Ein Jahr zuvor war sein Polit-Thriller "Von Löwen und Lämmern" kläglich gescheitert.

2008 schaffte Cruise mit seiner Rolle als Studioboss Les Grossman in der Komödie "Tropic Thunder" einen Achtungserfolg, was Coolness betrifft. 2010 tanzte er sogar als Grossman verkleidet bei den MTV Movie Awards - an der Seite von Jennifer Lopez.

Mit gefährlichen Stunts in "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" gelang Cruise 2011 das glanzvolle Comeback. Bei den Dreharbeiten kletterte er in Dubai am höchsten Gebäude der Welt herum. Sein Co-Star Jeremy Renner ("The Hurt Locker") bescheinigte Cruise Endlos-Energie: "Der Kerl schläft nie."

Mit dem vierten "Mission: Impossible"-Abenteuer landete Cruise seinen bislang größten Kassenknüller. Im Mai schaffte er es prompt unter die Top Ten auf der Forbes-Liste der "einflussreichsten Prominenten". 

Der Workaholic dreht einen Film nach den anderen, ist fast immer unterwegs und arbeitet Non-Stop. Vielleicht war auch das ein Grund für das sich-auseinander-Leben.

Durch Akkord-Arbeit hat er das Karriere-Tief überwunden - Tom ist wieder gut im Geschäft, jetzt fehlt nur noch der Oscar. In seiner Karriere wurde Cruise bisher dreimal für Hollywoods höchsten Preis nominiert, ...

... für "Geboren am 4. Juli", "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" (Bild) und "Magnolia". 

Als langmähniger Hardrocker Stacee Jaxx in "Rock of Ages" beweist er zwar Mut zur Lächerlichkeit, doch eine Oscar-Nominierung kann er sich für seine aktuelle Rolle nicht erwarten.

dapdThis film image released by Warner Bros. Pictures shows Alec Baldwin as Dennis Dupree, left, and Tom Cruise as Stacee Jaxx in New Line Cinemaís musical &cal ìRf Ages,#2s,î a r. Pic uPic uresase. (Foto:Warnerarner Bros. Pictures, Davi David James/

Der Thriller "Jack Reacher" kam 2012 zum besten Starttermin - kurz vor Weihnachten - auf die US-Leinwände. Cruise spielt einen früheren Militärpolizisten, der einem fünffachen Mord auf die Spur kommt. 

2013 zeigte sich Cruise bei der Premiere von "Oblivion" als Wien-Liebhaber. Im Bild: Die Schauspieler Tom Cruise (l.), Olga Kurylenko (M.) und Regisseur Joseph Kosinski

Im Sommer 2014 kehrte der Hollywoodstar nach Wien zurück, um für den fünften Teil von "MIssion Impossible", "Rogue Nation", zu drehen. Hier hing er mit Rebecca Ferguson von der Staatsoper.

Ebendort, in der Staatsoper, findet nun auch die Weltpremiere von "Rogue Nation" statt.

Ein Tom kennt kaum Pausen.

Sogar der Fliegerfilm "Top Gun" soll rund dreißig Jahre nach seinem Kinostart eine Fortsetzung bekommen. Gerade 24 Jahre alt, hatte Cruise damals als schneidiger Pilot Gas gegeben.

Mit dem Neuaufguss des 80er-Jahre Hits könnte sich Cruise, nach der Scheidung von Katie Holmes, vielleicht endgültig wieder in die Herzen der Zuseher spielen.

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