Sting und Ex-Bandkollegen streiten sich um 2 Millionen Dollar
Zusammenfassung
- Sting und seine Ex-Bandkollegen Andy Summers und Stewart Copeland streiten vor Gericht um zwei Millionen Dollar Tantiemen.
- Summers und Copeland fordern ihren Anteil an Einnahmen aus Police-Songs bei Streaming-Diensten.
Seit Mittwoch wird vor dem Londoner High Court über eine Klage des Gitarristen Andy Summers und des Schlagzeugers Stewart Copeland gegen Sting verhandelt. In dem Verfahren geht es um Tantiemen für Songs ihrer früheren Band The Police. Summers und Copeland fordern Zahlungen in Höhe von rund zwei Millionen Dollar (1,72 Millionen Euro) wegen Einnahmen aus der Verwertung von Police-Songs auf Streaming-Diensten.
Der britische Sänger Sting bestreitet, dass seinen früheren Bandkollegen diese zusätzlichen Tantiemen zustehen. Laut einer rund 50 Jahre alten mündlichen Vereinbarung soll jedes Bandmitglied 15 Prozent der Tantiemen erhalten, die aus den Kompositionen der jeweils anderen Police-Mitglieder stammen.
Fünf Alben
„Every Breath You Take“, „Roxanne“ oder „Message in a Bottle“ wurden von Sänger und Bassist Sting komponiert. Entsprechend erhält er mit Abstand den größten Anteil der Tantiemen. The Police brachten zwischen 1978 und 1983 fünf Alben heraus, darunter Outlandos d’Amour und Synchronicity.
Im Jahr 1981 wurde die mündliche Vereinbarung zur Verteilung der Erlöse aus den Jahren 1977 bis 1981 durch eine schriftliche Erklärung formalisiert. Diese Einigung wurde noch vor dem Aufkommen von Musikstreaming-Diensten getroffen und blieb in diesem Punkt entsprechend vage. Die seit Langem zerstrittenen früheren Bandkollegen sollen ihre finanziellen Ansprüche zudem in einer weiteren Vereinbarung aus dem Jahr 2016 abschließend geregelt haben. In den Dokumenten tauchte der Begriff Streaming nicht auf.
Zum Auftakt des Prozesses an diesem Mittwoch erschien keines der früheren Bandmitglieder vor Gericht. Sting, der mit bürgerlichem Namen Gordon Sumner heißt, verkaufte im Jahr 2022 die Rechte an all seinen Songs an die Universal Music Group. Medienberichten zufolge erhielt er dafür rund 250 Millionen Dollar.
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