Der kürzlich verstorbene Schauspieler Sean Connery

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Stars
07/02/2021

11 Stars, die von der Queen zum Ritter geschlagen wurden

Sean Connery und Maggie Smith wurden aufgrund von besonderen Leistungen geadelt - und durften bzw. dürfen sich damit "Sir" und "Dame" nennen.

Rapper, Corona-Helfer, Naturforscher: Insgesamt 1.495 Briten hat Königin Elizabeth II. im Herbst 2020 gesammelt geehrt. Darunter waren nach Palast-Angaben auch viele Frauen und Männer, die anderen selbstlos in der Corona-Krise geholfen haben - etwa Ärzte und Krankenpfleger.

Traditionell zeichnet die Queen anlässlich ihres Geburtstages eine ganze Reihe von Briten mit verschiedenen Ehrungen aus. Die folgenden prominente Damen und Herren wurden von ihr bereits in den Ritterstand erhoben.

Diese Stars dürfen sich "Sir" oder "Dame" nennen

Sean Connery

Im Jahr 2000 schlug Königin Elizabeth II. den Schauspiel-Legende Sean Connery in seiner Heimatstadt Edinburgh zum Ritter. Und das, obwohl sich Sir Sean immer wieder für die schottische Unabhängigkeit ausgesprochen hatte. Seinen letzten Filmauftritt hatte der Schauspieler 2003 in dem Film "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen". Danach zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Interviews gab Sean Connery dann keine mehr, auch politisch mischte er sich schon lange nicht mehr ein - auch wenn sein Lebenstraum der schottischen Unabhängigkeit in den vergangenen Jahren wieder auf der politischen Agenda stand. 2020 starb er im Alter von 90 Jahren.

Maggie Smith

Maggie Smith gilt als eine der größten lebenden Schauspielerinnen Großbritanniens. Smith, die 1970 von der britischen Königin ausgezeichnet wurde und seither den Titel Dame führt, das weibliche Gegenstück zum Sir, ist gerne komisch und wurde deswegen auch oft als größte britische Komödiantin der Gegenwart bezeichnet. Aber privat ist sie ausgesprochen introvertiert, lebt zurückgezogen, hasst angeblich Journalisten ebenso wie Interviews oder Fotos. Der große Theaterregisseur Peter Hall charakterisierte sie einmal mit den Worten: "Ich setze Maggie auf die Liste der 50 schwierigsten Menschen, mit denen ich je gearbeitet habe."

Lewis Hamilton

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton darf sich ebenfalls Sir Lewis nennen. Der Brite wurde erst 2020 von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen - zumindest virtuell. Er hatte in diesem Jahr den Rekord Michael Schumachers von sieben WM-Titeln eingestellt und den Deutschen mit 95 Rennsiegen überholt. Mercedes-Pilot Hamilton war 2008 nach seinem ersten WM-Sieg der britische Ritterorden verliehen worden - der Order of the British Empire. Doch von der Königin zum Ritter geschlagen zu werden, ist die höchste Ehre, die einem Sportler in Großbritannien zuteil werden kann.

Bill Gates

Microsoft-Gründer Bill Gates wurde 2005 von der Queen zum Ritter geschlagen. Er fühle sich sehr geehrt, sagte der damals 49-jährige Amerikaner nach der Zeremonie im Buckingham-Palast. Weil er kein britischer Staatsbürger ist, darf Gates sich nicht mit dem Titel Sir schmücken, kann seinem Namen jedoch die Buchstaben KBE anfügen - für "Knight Commander of the British Empire". Königin Elizabeth II. zeichnete Gates für sein wohltätiges Engagement auf der ganzen Welt und für seinen Beitrag zur High-Tech-Industrie in Großbritannien aus.

Helen Mirren

Auf kaum eine Schauspielerin trifft das Attribut "vielfältig" so zu wie auf Helen Mirren. Für "Kalender Girls" gab sie die strippende Hausfrau, in Peter Greenaways "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" die Femme fatale. Aber keine Rolle ist so mit der Londonerin verbunden wie Elizabeth II. in "Die Queen", die ihr 2007 einen Oscar einbrachte. Die Dargestellte schien von Mirrens Interpretation viel zu halten, lud sie doch die Schauspielerin nach Erscheinen des Films zum Dinner. Mirren sagte - zum Entsetzen der britischen Presse - ab. Aus Termingründen. Es war der zweite Korb für das Königshaus: 1996 hatte die Tochter eines Taxifahrers bereits den Titel Dame abgelehnt, weil sie, wie sie sagt, nicht zum Establishment gehören wollte. 2003 ließ sie sich dann erweichen. Die Ehrung übernahm Thronfolger Prinz Charles.

Paul McCartney

Ex-Beatle Paul McCartney wurde bereits 1997 in den Ritterstand erhoben. Schon als Schulkind habe er die britische Königin bewundert, sagte er einst dem Männermode-Magazin L'Officiel Hommes. Ein Ständchen hat er ihr auch schon einmal gebracht. Zu ihrem 60. Thronjubiläum 2012 hatte McCartney vor dem Buckingham-Palast seine Hits "Let it Be" und "Live and Let Die" gespielt.

Judi Dench

Judi Dench schauspielert, seit sie fünf Jahre alt ist. Damals spielte die in York geborene Tochter eines Arztes in der Theateraufführung ihrer Volksschule eine Schnecke. Als junge Frau schloss sie sich dann der Royal Shakespeare Company an und spielte 20 Jahre lang in London und Stratford upon Avon, der Heimatstadt des Schriftstellers. Schon 1988 erhob sie das Königshaus zum "Dame Commander of the British Empire" und damit in den Adelsstand. Für die große Leinwand wurde sie erst im Alter von 63 Jahren entdeckt.

Kenneth Branagh

Als Regisseur und Schauspieler zählt Branagh, der am 10. Dezember seinen 60. Geburtstag feierte, zu den gefragtesten Stars in Hollywood. Der Theaterbranche bleibt er trotzdem leidenschaftlich und eng verbunden. Er ist Präsident der Royal Academy of Dramatic Art, jener renommierten Schauspielschule in London, zu deren berühmten Absolventen Tom Hiddleston, Faye Dunaway, Gary Oldman und die kürzlich gestorbene Hollywoodlegende Olivia de Havilland zählen. Auch Branagh selbst lernte an der Royal Academy of Dramatic Art - und beeindruckte seinen Direktor damals so sehr, dass er im zarten Alter von 20 Jahren beim Besuch von Königin Elizabeth II. einen Monolog aus "Hamlet" vortragen durfte. Rund drei Jahrzehnte nach seinem Solo für Ihre Majestät rezitierte er 2012 bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London vor einem weltweiten Millionenpublikum aus Shakespeares "Der Sturm". Im selben Jahr schlug ihn die Queen im Buckingham-Palast zum Ritter.

Mick Jagger

Aufgewachsen war Rockmusiker Mick Jagger in Dartford im Süden Londons. Der junge Jagger war laut Biograph Philip Norman scheu und konnte nicht gut Gefühle zeigen. Später wurde er vom Stones-Manager Andrew Oldham zum lauten und wilden Rebellen gemacht. Dieser entschied, Jagger und seine Band-Kollegen als Bürgerschreck, als böse Jungs, als "Anti-Beatles" zu verkaufen. Obwohl Jagger das Image als Bad Boy noch nicht ganz verloren hat, wurde es in den vergangenen Jahren etwas ruhiger um ihn. Für seine Verdienste um die populäre Musik wurde er 2003 zum Ritter geschlagen. Was ihm diese Ehre bedeute, wollte der "Guardian" damals wissen. "Nicht viel", sagte Sir Mick, "Mein Vater war sehr stolz. Ich habe mich für ihn gut gefühlt."

Elton John

Der britische Popstar Elton John ist 1998 von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden. Der damals 50-Jährige erhielt den Ritterschlag im Rahmen einer Zeremonie im Londoner Buckingham Palast. Für seinen sozialen Einsatz, insbesondere seine Stiftung zum Kampf gegen Aids, hatte John bereits 1996 Orden des Britischen Empire erhalten. Seine Karriere hatte damals unter anderem einen Höhepunkt mit dem Lied "Candle In The Wind" im Gedenken an Prinzessin Diana erreicht. Die Einnahmen kamen komplett dem Gedächtnisfonds der Prinzessin von Wales zugute.

Vivienne Westwood

Die britische Königin ließ sich zwar nicht modisch von der Designerin inspirieren, hielt ihr Werk aber dennoch in Ehren. 1992 wurde Vivienne Westwood in den "Order of the British Empire" aufgenommen, 14 Jahre später machte die Queen Westwood zur Dame. Provokationen sind ihr Leben: als Mode-Rebellin und Erfinderin der Punk-Uniform und mit Protesten gegen Umweltpolitik und Konsum ist Westwood im gesellschaftspolitischen Diskurs nicht wegzudenken.

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