Queen Elizabeth II.: Was ihre geheimen Signale bedeuteten
Queen Elizabeth II.
Queen Elizabeth II. war nicht nur eine der bekanntesten Monarchinnen der Welt, sondern auch eine Meisterin der Diplomatie. Ihre Rolle brachte es mit sich, dass sie zahllose Menschen traf, Hände schüttelte und Gespräche führte – nicht immer mit Personen, die ihr sympathisch waren.
Doch die Queen hatte einen besonders diskreten Weg gefunden, sich aus unangenehmen Situationen zu befreien, ohne dabei unhöflich zu wirken.
Die 2022 verstorbene britische Monarchin, die jahrzehntelang als Symbol für Eleganz und Pflichtbewusstsein galt, setzte dabei ein ausgeklügeltes Zeichensystem ein, man könnte es auch "Geheimsprache" nennen. Zwei ihrer persönlichen Accessoires – ihre ikonische Handtasche und ihr Ehering – dienten ihr als geheime Kommunikationsmittel, um mit ihren Dienern zu interagieren und subtil Hilfe anzufordern.
Die Handtasche als stiller Bote
Queen Elizabeths Handtasche war nicht nur ein modisches Accessoire, sondern auch ein wichtiges Instrument in ihrem Kommunikationssystem. Normalerweise trug sie ihre Tasche am linken Arm. Doch wenn sie diese plötzlich auf den rechten Arm wechselte, war dies ein klares Signal für ihre Bediensteten: Die Königin wollte das aktuelle Gespräch bald beenden.
Der Historiker und Adelsexperte Hugo Vickers erklärte in einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph, was passierte, wenn die Queen von diesem Geheimsignal Gebrauch machte: "Das Ganze lief sehr gesittet ab. Jemand würde dann zu Ihnen kommen und sagen: "Der Erzbischof von Canterbury würde Sie sehr gerne kennenlernen.'"
Besonders dringlich wurde es, wenn die Königin ihre Handtasche auf den Boden stellte. Dies war das unmissverständliche Zeichen dafür, dass sie die Situation augenblicklich verlassen und keine Sekunde länger mit ihrem Gegenüber verbringen wollte. In solchen Fällen eilte ein Diener herbei, um die Queen diskret zu "retten". Oft wurde die Unterhaltung elegant unterbrochen, indem der Gesprächspartner höflich abgelenkt wurde – stets mit dem Ziel, die Situation für alle Beteiligten angenehm zu gestalten.
Der Ehering als Notsignal
Für den seltenen Fall, dass die Monarchin ihre Handtasche nicht dabei hatte, hatte sie eine weitere Möglichkeit, um ihren Bediensteten geheime Signale zuzusenden: ihren Ehering. Wenn sie begann, den Ring an ihrem Finger zu drehen, war dies ein klares Zeichen an ihre Umgebung, dass sie sich unwohl fühlte. Je schneller sie den Ring rotieren ließ, desto dringlicher war ihr Wunsch, sich der Situation zu entziehen.
Dieses ausgeklügelte System erlaubte es der Queen, auch in heiklen Momenten die Würde zu wahren und gleichzeitig ihre Bedürfnisse zu kommunizieren, ohne dass fremde Außenstehende etwas davon bemerkten.
Die Bediensteten der Queen waren stets darauf trainiert, die subtilen Zeichen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Die geheimen Signale der Queen werden von Experten als weiteres Beispiel für ihre außergewöhnliche Fähigkeit gewertet, schwierige soziale Situationen mit Anmut und Souveränität zu meistern.
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