Adelsexperte: Britische Königsfamilie steht derzeit "an einem Scheideweg"

Inmitten der Königsfamilie dürfte es derzeit nur wenige geben, die die Korken knallen lassen.
Prinz William blickt mit Bart und grünem Hemd nach links.

Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor wird am 19. Februar 66 Jahre alt. An eine Feier im idyllischen Sandringham ist nicht zu denken. Der jüngere Bruder von König Charles III. ist tief in den Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verwickelt.

Wenig zu feiern und ein Problem in puncto Popularität hat in diesen Tagen jedoch nicht nur Andrew selbst. Inmitten der Königsfamilie dürfte es derzeit nur wenige geben, die die Korken knallen lassen. Auch auf ihren Schultern lasten die Anschuldigungen, die zuletzt bekannt wurden, schwer. Eines der Epstein-Opfer, Virginia Giuffre, warf Andrew vor, sie mehrmals missbraucht zu haben, unter anderem als Minderjährige. Auch diese Vorwürfe wies Andrew stets zurück, eine Zivilklage der mittlerweile gestorbenen Giuffre endete in einem Vergleich. 

Was wusste König Charles?

Was wusste die Familie über Andrews mutmaßliche Machenschaften, allen voran sein Bruder König Charles? Es ist die eine Frage, die den edlen Anstrich der Royals dieser Tage verblassen lässt und dem König aktuell auch bei öffentlichen Auftritten entgegengerufen wird. Vermutlich auch deswegen griff Charles zuletzt erneut durch und erklärte öffentlich, die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen Andrew unterstützen zu wollen - ein ungewöhnlicher Akt für die sonst unter so vielen ungeschriebenen Gesetzen handelnden Royals. 

Adelsexperte: Sie müssen den Stall ausmisten, bevor William König wird

Aus Sicht des Autors und Royal-Schrecks Andrew Lownie war dieser Schritt längst überfällig. Die königliche Familie stehe derzeit "an einem Scheideweg", sagt Lownie. Wie sie mit dem Skandal um Andrew umgehe, habe auch Bedeutung für die Zukunft der britischen Monarchie. "Sie müssen den Stall ausmisten, bevor William das Amt übernimmt, denn er will dieses Problem nicht erben", ist sich der Experte sicher, der damit auf den Thronfolger Prinz William verweist. 

Ansonsten drohe die Monarchie unter Charles in die Bedeutungslosigkeit zu rutschen, warnt Lownie. "Er kann entweder als jemand angesehen werden, der die Monarchie geprägt hat, oder als jemand, der im Grunde genommen zugelassen hat, dass sie irrelevant geworden ist."

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