Prinz Andrew sorgt für Skandale

Mitten im Stress der Hochzeitsvorbereitungen rund um William und Kate sieht sich die Queen nun mit unangenehmen Gerüchten rund um Prinz Andrew konfrontiert.

Ganz Großbritannien fiebert der Hochzeit von Prinz William mit Kate Middleton entgegen. Doch mitten in den Hochzeitsvorbereitungen sorgen Schlagzeilen über Williams Onkel, den Herzog von York, für Unmut unter den Royals. In den vergangenen Tagen war die Freundschaft zwischen Prinz Andrew und Jeffrey Epstein, einem US-Magnaten, ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Der Prinz soll im vergangenen Dezember gemeinsam mit dem Milliardär Epstein dessen Entlassung aus dem Gefängnis gefeiert haben. Epstein war wegen Missbrauchsvorwürfen zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, über ein Jahr davon saß er im Gefängnis. Insgesamt 24 Mädchen erhoben Vorwürfe gegen den amerikanischen Milliardär, einige davon waren zum Zeitpunkt des Missbrauchs noch minderjährig. Brisant ist nicht nur die Freundschaft des Prinzen zu Epstein, sondern ein Bild aus dem Jahr 2001, das Prinz Andrew mit einer 17-Jährigen zeigt. Diese Frau war eine der Zeuginnen im Prozess gegen Epstein. Sie soll dessen Privatmasseuse gewesen sein und hatte ausgesagt, es habe zu ihren "Pflichten gehört, sich von Epsteins erwachsenen Freunden, darunter Mitglieder von Königshäusern, sexuell benutzen zu lassen", zitierte der "Daily Telegraph" aus Prozessunterlagen. Beweise, dass damit Prinz Andrew gemeint sein könnte, gibt es keine, doch wirft die Geschichte kein gutes Licht auf die Kontakte des Prinzen. Da hilft es auch nichts, dass der 51-Jährige verlautbaren ließ, es werde künftig keine gemeinsamen Fotos mehr von ihm und Epstein geben. Nun könnte dem britischen Prinzen das Lachen vergehen, denn die Verbindung zu Epstein kann ihn seinen Regierungsjob kosten. Derzeit ist er für die britische Regierung als Repräsentant für internationalen Handel und Investitionen tätig. "Die Andeutungen und Unterstellungen, die in Bezug auf den Prinzen gemacht wurden, sind haltlos", schrieb sein Privatsekretär Alastair Watson in einem offenen Brief an die "Times". 

Im Bild: Prinz Andrew und sein Neffe Prinz William. Auch wenn es zunächst noch so aussah, als könnten die PR-Berater des Prinzen die Vorwürfe entkräften, so dürfte sich nun auch die britische Regierung einmischen. 

Im Bild: Prinz Andrew mit seinen Töchtern Eugenie (li., 20) und Beatrice (22). "Es gibt große Besorgnis - nicht nur über das, was bisher berichtet wurde, sondern über das, was noch herauskommen könnte", sagte ein Spitzenbeamter aus der Regierung von Premierminister Cameron der Zeitung "Sunday Telegraph" vieldeutig. In der Regierung werde die Sache als wachsendes Problem betrachtet, "das sehr schnell außer Kontrolle geraten kann". Auch seine Bekanntschaft mit Gaddafis Sohn Saif al-Islam, den er in den Buckingham Palast einlud, sorgte für Unmut in Großbritannien. Doch das war nicht das einzige Fettnäpfchen, in das der Herzog von York trat. Weitere politisch nicht gerne gesehene Aktionen des 51-Jährigen: Ein Essen bei Hofe mit dem Schwiegersohn des ehemaligen tunesischen Präsidenten Sacher al-Materi kurz vor Beginn der Unruhen, oder der Verkauf seines Anwesens Sunninghill Park an seinen kasachischen Freund Timur Kulibayew - zum völlig überhöhten Preis von 15 Millionen Pfund. 

Im Bild (v. li.): Prinz Andrew, seine Schwägerin Camilla und Prinz Charles. Der Bruder von Prinz Charles sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Skandale. In seiner Jugend hatte er wegen seiner Frauengeschichten den Spitznamen "Randy Andy" (scharfer Andy). Seine Ehe mit Sarah "Fergie" Ferguson (51) hielt nur vier Jahre und wurde nach einer Trennungsphase von weiteren vier Jahren 1996 geschieden. Seit 2008 teilen sich die beiden ein Haus, wohnen aber in separaten Wohneinheiten. Seine Ex-Frau (im Bild mit Tochter Beatrice) kam erst vergangenes Jahr in die Klatschpresse, als sie einem verdeckten Reporter die Kontaktdaten von Prinz Andrew für eine halbe Million Pfund anbot. Der Herzog von York ist auch für seine Spesenabrechnung berühmt. In den vergangenen zehn Jahren stellte er vier Millionen Pfund an Reisespesen in Rechnung. Was ihm im Volk den höhnischen Beinamen "Airmiles Andy" einbrachte. 

Im Bild (v. li.): Prinz Charles, Queen Elisabeth, Prinz Philip, oben: Prinz Andrew, Prinzessin Anne und Prinz Edward.
(kurier) Erstellt am
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