Paris Hilton: Rechtsstreit beigelegt

Das Skandal umwitterte Party-Girl einigt sich mit dem Filmproduzenten, der sie wegen mangelnder PR verklagt hat.

Anwälte von Paris Hilton und klagende Investoren haben in Miami einen Rechtsstreit beigelegt, wonach die Partylöwin und Geschäftsfrau ihren Film "Pledge This!" aus dem Jahr 2006 nicht ausreichend beworben habe. Aus den am eingereichten Gerichtspapieren geht hervor, dass die Einigung bereits in der vergangenen Woche erzielt wurde. Einzelheiten wurden nicht genannt. Die Investoren hatten die 29-jährige Schauspielerin ursprünglich auf 8,3 Millionen Dollar (5,9 Millionen Euro) verklagt. Im September entschied ein Bundesrichter jedoch, dass Hilton höchstens rund 160.000 Dollar schulde. Sie hatte ausgesagt, dass sie alles in ihrer Macht stehende getan habe, um dem Film Publicity zu verschaffen. Die Komödie über wüste Studentinnen floppte an der Kinokasse. Ein Flop war auch Paris Hiltons geplanter Japan-Besuch Ende September. Nachdem sie bei ihrer Einreise von den japanischen Behörden verhört worden war, verzichtete sie darauf folgenden Tag auf die Einreise und trat in einer Chartermaschine die Rückreise in die USA an. Die 29-Jährige war einvernommen worden, weil sie wegen Drogenbesitzes eine Bewährungsstrafe verbüßt. Nach japanischem Recht haben die Einwanderungsbehörden die Möglichkeit, jemandem in solch einem Fall die Einreise zu verweigern. Hilton hatte sich vor ihrer Japan-Reise in Las Vegas des Kokainbesitzes und des Widerstands gegen die Polizei schuldig bekannt und entging damit einem weiteren Gefängnisaufenthalt. Laut einer Abmachung mit der Staatsanwaltschaft erhielt sie eine einjährige Bewährungsstrafe, eine Geldstrafe und muss  200 Stunden Sozialarbeit leisten. Falls Hilton sich irgendeines Vergehens schuldig mache, und sei es auch nur eine Geschwindigkeitsüberschreitung, drohe ihr ein Jahr Gefängnis, hieß es seitens des Gerichts - da  werde man kein Auge mehr zudrücken. Anlässlich von Hiltons Schuldgeständnis meinte ihr Anwalt, David Chesnoff, dass der 29-Jährigen kein Bewährungshelfer zugeteilt werde. Sie müsse sich nicht bei den Behörden melden. Dennoch erkenne seine Mandantin den Ernst der Lage und wisse die Chance, die ihr gegeben worden sei, zu schätzen. "Sie darf sich nichts zuschulden kommen lassen", sagte Chesnoff. Paris Hilton, die in Japan wegen ihrer Outfits beliebt ist, wollte an einer Fashionshow teilnehmen. Als sie am Tokioter Flughafen Narita eintraf wurde sie sofort verhört. Da die Sache nicht gleich geklärt wurde, musste sie in einem Flughafenhotel übernachten. Die Beamten der japanischen Behörde nahmen das Einreiseverfahren für Hilton am nächsten Morgen wieder auf, doch hatte es sich die Blondine inzwischen anders überlegt. Sie teilte den Beamten mit, dass sie nun doch nicht einreisen, sondern Japan wieder verlassen wolle, hieß es. Der Trubel rund um die Berufsblondine beschert Hilton erneut weltweite Schlagzeilen. Man könnte ihr glatt unterstellen, dass sie es "darauf anlegen" wollte und die Publicity nun gezielt zu ihrem Vorteil nutzen wolle. Das Drogendelikt: Hilton war am 27. August in Las Vegas von der Polizei angehalten worden, weil es aus dem schwarzen Cadillac Escalade nach Marihuana roch. Sie und ihr Freund, der 34-jährige Nachtclubbesitzer Cy Waits, der am Steuer des Wagens gesessen hatte, wurden vorübergehend festgenommen und befragt.

Im Bild: Polizeifoto nach der Verhaftung in Las Vegas. Als Hilton nach ihrer Lippenpflege greifen wollte, fiel ein kleines Plastiksackerl aus ihrer Chanel-Handtasche einem Beamten direkt vor die Füße. Darin befanden sich 0,8 Gramm Kokain. Das Party-Girl hatte zunächst ausgesagt, die Tasche und das Kokain gehörten ihr nicht, das Zigarettenpapier, mehrere Kreditkarten und 1.300 Dollar in bar aber schon. Zwei um ihren Ruf besorgte Clubs in Las Vegas distanzierten sich nach der Festnahme von Hilton. Nach ihrer Festnahme am wurde das US-Glamourgirl wegen Drogenbesitzes angeklagt. Laut People schaltete sie den Promi-Anwalt David Chernoff ein, der versicherte, die Handtasche gehörte ihr nicht. Sie selbst sagte vor der Polizei aus, sie habe das Kokain- für ein Kaugummi-Päckchen gehalten. Die Hotel-Erbin war erst im Juli am Rande der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika gemeinsam mit einer Freundin wegen des Verdachts auf Drogenbesitz festgenommen worden. Die Freundin gestand schließlich, dass das gefundene Marihuana ihr gehörte. Der Vorwurf gegen Hilton wurde fallen gelassen. Vor drei Jahren hatte Hilton weltweites Aufsehen erregt, weil sie wegen Trunkenheit am Steuer zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt wurde. 23 Tage saß sie ab. Nach ihrer Freilassung erklärte sie, sie habe im Gefängnis über ihr Luxusleben nachgedacht. Sie werde nun "helfen, Geld für Kinder und für Brustkrebs und Multiple Sklerose" zu sammeln. Das sind allerdings nicht die einzigen Probleme, mit denen sich das Party-Girl herumschlagen muss. Ihr droht auch eine Millionenklage in einer haarigen Angelegenheit. Hilton trägt ihre Haare mal lang, mal kurz und dieses Wunder gelingt mit Hilfe von Extensions. Schon war eine Geschäftskooperation mit einer Firma, die qualitativ hochwertige Haarverlängerungen verkauft, geboren. Die Firma Hairtech International wirft der Erbin nun allerdings vor, das falsche Produkt getragen zu haben. Das sei natürlich ein klarer Vertragsbruch und daher klagt das Unternehmen Paris gleich auf 35 Millionen Dollar Schadensersatz – dem Vernehmen nach das Zehnfache der Summe, die Hilton als Werbegesicht gezahlt worden ist. 

Aber das ist noch nicht alles, denn die Firma wirft Hilton auch noch vor, dass sie die Werbekampagne 2007 versäumt hat. Grund für dieses Versäumnis war allerdings die Abbuße der 23-tägigen Gefängnisstrafe, die sie wegen Fahrens ohne Führerschein aufgebrummt bekommen hatte. Derzeit ist noch nicht klar, ob die Klage von einem Richter oder einer Jury angenommen werden wird. 

Paris Hiltons Sprecherin Dawn Miller bekannt, dass an der Klage nichts dran sei und sich die Socialite energisch gegen die Klage wehren werde, falls es zu einem Prozess kommen sollte - bitte, nicht schon wieder!
(APA, KURIER.at / top, cs, Lydia Kozich) Erstellt am
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