Nicole Kidman will sich zur Sterbebegleiterin ausbilden lassen
Nicole Kidman
Hollywoodstar Nicole Kidman hat neue Karrierepläne: Sie plane, sich zur Sterbebegleiterin ausbilden zu lassen, erzählte sie im Rahmen eines Talks an der University of San Francisco und verriet der Zeitung San Francisco Chronicle zufolge, dass ihr die Idee nach dem Ableben ihrer Mutter Janelle Ann Kidman kam. "Als meine Mutter starb, war sie einsam, und die Familie konnte nur begrenzt für sie da sein", erzählte Kidman dem Publikum demnach. "Meine Schwester und ich haben viele Kinder, unsere Karrieren und unsere Arbeit, und wir wollten uns um sie kümmern, weil mein Vater nicht mehr auf der Welt war, und da dachte ich: 'Ich wünschte, es gäbe diese Menschen auf der Welt, die einfach nur da wären, um unvoreingenommen beizustehen und Trost und Fürsorge zu spenden.'"
Sterbebegleiter stehen schwerstkranken Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zur Seite.
Mutter war Kidmans "Kompass"
Im September 2024 starb Janelle Ann, die Kidman als Mentorin beschrieben hatte. "Meine Mutter war ein wichtiger Wegweiser in meinem Leben und wahrscheinlich mein Kompass in Bezug auf alles, was ich tat", so die Schauspielerin im Interview mit dem Magazin Extra. Janelle Ann Kidman wurde 84 Jahre alt. Wenige Jahre zuvor erklärte sie, die verbliebene Zeit nützen zu wollen: "Wenn Eltern in dieses Alter kommen, wird dir als Kind klar, wie kostbar jede einzelne Minute mit ihnen ist; deswegen sind wir so oft wie möglich hier bei ihr in Australien", sagte Kidman 2022 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Und kaum jemand bringt mich mehr zum Lachen als sie, immer schon. Meine Mutter hat den trockensten, durchtriebensten Humor, den man sich vorstellen kann."
Auch Schauspielerin und Model Riley Keough, Enkelin des "King of Rock 'n' Roll" Elvis Presley, hat einen "Death Doula"-Kurs absolviert und sich zur Sterbebegleiterin ausbilden lassen, wie sie 2021 auf Instagram mitteilte. Es sei wichtig, dass man über das Sterben und den Tod mehr lerne, genauso wie man auch über Geburten lerne. "Uns wird beigebracht, dass dies ein morbides Gesprächsthema ist. Oder wir haben solche Angst davor, dass wir nicht darüber sprechen können. Dann selbstverständlich trifft es uns und wir sind schlecht darauf vorbereitet", schrieb Keough damals.
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